NRW startet digitalen Schutzkonzept-Generator gegen sexualisierte Gewalt im Sport
Liliana TrappNRW startet digitalen Schutzkonzept-Generator gegen sexualisierte Gewalt im Sport
Neues Instrument gegen sexualisierte Gewalt in Sportvereinen in Nordrhein-Westfalen gestartet
Der Landessportbund Nordrhein-Westfalen hat heute in Essen einen „Schutzkonzept-Generator“ vorgestellt, der Vereinen helfen soll, Risiken zu erkennen und sichere Umfelder für junge Sportlerinnen und Sportler zu schaffen. Das digitale Tool funktioniert wie ein interaktiver Fragebogen und ist bewusst einfach gehalten, damit es jeder Verein nutzen kann. Schritt für Schritt werden Organisationen dabei unterstützt, mögliche Gefahrenquellen zu identifizieren und zu beseitigen. Ziel ist es, das Bewusstsein zu schärfen, dass sexualisierte Gewalt auch im lokalen Sportumfeld vorkommen kann.
Das Konzept enthält zudem klare Handlungsanweisungen, um Missbrauch von vornherein zu verhindern. Eine der Regeln besagt etwa, dass Trainerinnen und Trainer niemals allein mit einem einzelnen Kind reisen dürfen. Durch verbindliche Mindeststandards und praktische Hinweise unterstützt das Tool Vereine dabei, wirksame Schutzmechanismen aufzubauen.
Ein weiterer zentraler Ansatz ist die Abschreckung potenzieller Täter. Präventive Maßnahmen wie strengere Aufsichtspflichten und transparente Verhaltensregeln erschweren es, dass Übergriffe unbemerkt bleiben. Der Landessportbund wird den Generator zunächst mit 600 Vereinen testen, bevor er flächendeckend eingeführt wird.
Der Schutzkonzept-Generator bietet Vereinen eine strukturierte Vorgehensweise im Kampf gegen sexualisierte Gewalt. Er kombiniert Risikoanalyse, verbindliche Regeln und abschreckende Strategien. Die Initiatoren hoffen, dass das Tool bald zum Standard in der Vereinsarbeit der gesamten Region wird.






