17 March 2026, 14:31

NRW plant strenges Landeswohnraumgesetz gegen unwürdige Wohnverhältnisse

Reihe von Häusern mit Fenstern, Türen, Säulen, Geländern, Stufen und Dächern, umgeben von einem Metallzaun, Gras, Pflanzen, Bäumen und einem bewölkten Himmel, mit einem Mietschild am Boden, das das Objekt unter der Nummer 5901 S Elmwood Ave, Chicago 60618 anbietet.

Gesetz gegen Schrottimmobilien und unerträgliche Unterkünfte - NRW plant strenges Landeswohnraumgesetz gegen unwürdige Wohnverhältnisse

Nordrhein-Westfalen führt neues Landeswohnraumgesetz ein – strenge Standards gegen Wohnungsmissstände

Nordrhein-Westfalen bereitet die Verabschiedung eines neuen Landeswohnraumgesetzes vor, das das Wohnraumstärkungsgesetz von 2021 ablösen soll. Erstmals werden damit landesweit einheitliche Mindeststandards für sicheres und bewohnbares Wohnen festgelegt. Die Behörden wollen mit klareren Regeln und schärferen Kontrollen gegen unwürdige Wohnverhältnisse und ausbeuterische Mietpraktiken vorgehen.

Der Gesetzentwurf enthält eine Generalklausel, die vorschreibt, dass alle Wohn- und Gemeinschaftsunterkünfte – auch temporäre – fachgerecht geplant, instand gehalten und repariert werden müssen. Vermieter werden rechtlich verpflichtet, für sichere Lebensbedingungen zu sorgen, während gleichzeitig die Pflichten von Mietern zur Erhaltung der Wohnung präziser definiert werden.

Im Fokus: Bekämpfung von Wohnungsmissbrauch und Ausbeutung Das Gesetz richtet sich gezielt gegen verwahrloste Gebäude und ausbeuterische Wohnverhältnisse, etwa in Arbeiterunterkünften. Als Sanktionsmittel sehen die Pläne unter anderem die Bestellung eines Zwangsverwalters oder in Extremfällen sogar Enteignungen vor. Ein Verbot ausbeuterischer Mietpraktiken soll besonders schutzbedürftige Mieter zusätzlich absichern.

Bereits jetzt haben mindestens zwölf Städte – darunter Dortmund, Essen und Wuppertal – gegen schlechte Wohnbedingungen vorgegangen. Bei koordinierten Kontrollen am 4. März 2026 wurden flächendeckende Mängel festgestellt, was den Bedarf nach einer landesweiten Regulierung unterstrich. Interessensvertreter und Organisationen können bis Mitte April Stellungnahmen zum Entwurf einreichen, bevor das Parlament im Juni darüber berät.

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Revolutionärer Schritt: Einheitliche Wohnqualität für ganz NRW Falls verabschiedet, wird das Landeswohnraumgesetz verbindliche Mindeststandards für alle Wohnräume festlegen – inklusive Arbeiterunterkünften. Zudem erhalten die Behörden erweiterte Eingriffsrechte, um bei problematischen Gebäuden durchzugreifen. Die Umsetzung wäre ein Novum: Erstmals würde Nordrhein-Westfalen landesweit einheitliche Qualitätsvorgaben für Wohnraum durchsetzen.

Quelle