25 June 2026, 02:25

NRW plant massive Wasserstoffimporte bis 2045 – doch woher kommt der grüne Treibstoff?

Nordrhein-Westfalen: Veröffentlichung analysiert Wasserstoff-Importrouten für wachsende Nachfrage

NRW plant massive Wasserstoffimporte bis 2045 – doch woher kommt der grüne Treibstoff?

Nordrhein-Westfalen bereitet sich auf starken Anstieg der Nachfrage nach klimaneutralem Wasserstoff bis 2045 vor

Die energieintensiven Industrien, mittelständischen Unternehmen und der Energiesektor des Landes werden deutlich mehr Wasserstoff benötigen, als die regionale Produktion decken kann. Ein neuer Bericht der Initiative IN4climate.NRW zeigt nun auf, wie das Bundesland seine künftige Versorgung sichern kann.

Laut dem Bericht reicht die heimische Produktion allein nicht aus, um den wachsenden Bedarf Nordrhein-Westfalens zu decken. Um die Lücke zu schließen, plant das Land, Wasserstoff per Pipeline aus den Niederlanden, der Iberischen Halbinsel oder Skandinavien zu importieren. Auch schiffbasierte Importe aus entfernteren Regionen wie Brasilien werden geprüft.

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Der Transport von gasförmigem Wasserstoff per Pipeline gilt als die effizienteste Methode. Bei anderen Wegen werden die Kosten voraussichtlich ähnlich hoch ausfallen. Kurzfristig könnte importierter grüner Ammoniak den bisher genutzten grauen Ammoniak in industriellen Anwendungen ersetzen.

Bis 2030 sollen die wichtigsten Seehäfen der Region die notwendige Infrastruktur für den schiffgestützten Wasserstoffimport aufbauen. Der Bericht empfiehlt zudem eine diversifizierte Importstrategie, um Abhängigkeiten von einzelnen Quellen oder Routen zu verringern.

Die geplanten Importwege zielen darauf ab, eine stabile Wasserstoffversorgung für die Industrien in Nordrhein-Westfalen zu gewährleisten. Pipeline- und Schiffsimporte werden dabei eine zentrale Rolle spielen. Ein vielfältiger Ansatz soll helfen, eine zu starke Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten oder Methoden zu vermeiden.

Quelle