Nordrhein-Westfalen kämpft mit neuen ASP-Fällen bei Wildschweinen gegen die Seuche
Liliana TrappNordrhein-Westfalen kämpft mit neuen ASP-Fällen bei Wildschweinen gegen die Seuche
In Nordrhein-Westfalen verstärken die Behörden ihre Bemühungen, die Afrikanische Schweinepest (ASP) einzudämmen, nachdem bei Wildschweinen neue Fälle aufgetreten sind. Der Kreis Olpe hat verschärfte Maßnahmen ergriffen, darunter den Ausbau von Schutzzaunen und gezielte Bejagungen, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen.
Bisher wurden im Kreis Olpe sowie im Kreis Siegen-Wittgenstein rund 170 infizierte Wildschweine entdeckt. Bei Hausschweinen gab es bisher keine positiven Tests, doch die Behörden bleiben in höchster Alarmbereitschaft.
Ein bereits errichteter Schutzzaun erstreckt sich über etwa 143.000 Hektar und misst eine Länge von 114 Kilometern. Nach dem Nachweis von drei weiteren infizierten Tieren in der Nähe von Heinsberg wurde beschlossen, die Barriere um 25 Kilometer zu verlängern. Dadurch wird die Kernsperrzone auf etwa 3.400 Hektar ausgedehnt.
Suchtrupps und Drohnen durchkämmen sowohl die eingezäunten als auch die umliegenden Gebiete nach verendeten Wildschweinen. Zudem finden in der Kernzone koordinierte Jagdaktionen statt, um den Bestand zu verringern und das Infektionsrisiko zu senken.
Die Landesregierung hat einen Gesetzentwurf nach dem Tiergesundheitsgesetz vorgelegt, um die ASP-bedingten Kosten aus öffentlichen Mitteln zu decken. Quarantänezonen bleiben bestehen, und Bewegungsbeschränkungen werden durchgesetzt, um weitere Ausbrüche zu verhindern.
Mit den erweiterten Zaunanlagen und den Jagdmaßnahmen soll der Vormarsch des Virus gestoppt werden. Da es bisher keine Fälle in Hausschweinebeständen gibt, überwachen die Behörden die Wildschweinpopulationen weiterhin genau. Der Finanzierungsplan des Landes stellt sicher, dass die Landkreise die Eindämmungsmaßnahmen aufrechterhalten können.






