Netflix-Kunden können zu viel gezahlte Gebühren zurückfordern – dank neuem Urteil
Samira StriebitzNetflix-Kunden können zu viel gezahlte Gebühren zurückfordern – dank neuem Urteil
Ein aktuelles Gerichtsurteil könnte sich auf Netflix-Kunden auswirken, die Preiserhöhungen über ein Pop-up-Fenster akzeptiert haben. Die Entscheidung ebnet vielen Abonnenten den Weg, zu viel gezahlte Gebühren vom Streamingdienst zurückzufordern.
Laut Urteil dürfen Unternehmen Preisänderungen nicht einseitig durchsetzen. Demnach könnte Netflix in den vergangenen Jahren gegen geltendes Recht verstoßen haben, als es die Gebühren per Pop-up-Fenster erhöhte. Betroffene Nutzer haben nun gute Aussichten, die zusätzlichen Kosten erstattet zu bekommen.
Eine Verbraucherschutzorganisation prüft derzeit eine Sammelklage gegen Netflix – ähnlich wie in einem früheren Fall gegen Amazon. Derzeit müssen Kunden jedoch individuell klagen, um ihr Geld zurückzuerhalten. Eine Kanzlei hat bereits ein kostenloses Muster-Schreiben bereitgestellt, mit dem Abonnenten eine Rückerstattung einfordern können.
Die Verjährungsfrist für solche Ansprüche beträgt drei Jahre. Betroffenen bleibt damit ein klarer Zeitraum, um aktiv zu werden.
Das Urteil könnte auch Folgen für andere Streamingdienste haben. Es setzt einen Präzedenzfall dafür, wie künftig mit Preisanpassungen umgegangen werden muss. Bis auf Weiteres können Netflix-Kunden Erstattungen über individuelle Klagen geltend machen.
