Martinsumzüge in Süchteln gerettet – mit neuem Sicherheitskonzept und Kompromiss
Samira StriebitzMartinsumzüge in Süchteln gerettet – mit neuem Sicherheitskonzept und Kompromiss
Die Martinsumzüge in Süchteln finden wie geplant statt – allerdings mit neuen Sicherheitsvorkehrungen. Bürgermeisterin Sabine Anemüller betonte die Bedeutung der Tradition und wies Vorwürfe zurück, die Stadt oder die Feuerwehr habe das Fortbestehen der Umzüge gefährdet. Nun wurde ein Kompromiss gefunden, der rechtliche Vorgaben mit den Bedürfnissen der Gemeinschaft in Einklang bringt.
Auslöser der Diskussion war die Unsicherheit der Veranstalter, ob die Feuerwehr die Umzüge weiterhin unterstützen würde. Die Freiwillige Feuerwehr stellte klar, dass ihre gesetzlichen Aufgaben auf den Brandschutz beschränkt seien – nicht jedoch auf Verkehrs- oder Personensicherung. Für die Absicherung der Veranstaltungen bleibt die Polizei die zuständige Behörde.
Die Stadtverwaltung sprang ein, um den Vereinen bei der Umsetzung der aktualisierten Auflagen zu helfen. Dazu gehören unter anderem eine festgelegte Anzahl sichtbarer Begleitpersonen in Warnwesten sowie eine angemessene Beleuchtung. Feuerwehrleute dürfen zwar in Uniform an den Umzügen teilnehmen, jedoch nur auf freiwilliger Basis und nicht im Rahmen ihres offiziellen Dienstes.
Bürgermeisterin Anemüller bekräftigte ihr Engagement für den Erhalt der Tradition. Zudem versicherte sie, dass die Stadt den örtlichen Gruppen in Süchteln bei Bedarf weitere Unterstützung zukommen lassen werde.
Die neue Vereinbarung sichert den Fortbestand der Martinsumzüge – rechtlich einwandfrei und mit erhöhter Sicherheit. Feuerwehrangehörige können weiterhin mitlaufen, allerdings nur als Privatpersonen außerhalb ihres Dienstes. Die Veranstalter werden nun mit Polizei und Stadtverwaltung zusammenarbeiten, um die aktualisierten Sicherheitsstandards umzusetzen.






