Markus Lewe verlässt Münsters Rathaus nach 16 prägenden Jahren als Oberbürgermeister
Ingrid LöwerMarkus Lewe verlässt Münsters Rathaus nach 16 prägenden Jahren als Oberbürgermeister
Markus Lewe wird nach 16 Jahren im Amt als Oberbürgermeister von Münster zurücktreten. Sein letzter Arbeitstag im Rathaus ist auf den 31. Oktober 2025 datiert, nachdem er sich gegen eine vierte Amtszeit entschieden hat. Die Ankündigung erfolgte 2024 und markiert damit das Ende einer langen und prägenden Amtszeit.
Lewe übernahm das Amt erstmals am 21. Oktober 2009, nachdem er die Wahl für sich entschieden hatte. Die Wähler bestätigten ihn 2015 und erneut 2020 im Amt – ein Zeichen für seine anhaltende öffentliche Unterstützung. Während seiner Zeit als Oberbürgermeister war er zudem mehrfach Präsident des Deutschen Städtetags, zuletzt seit 2021.
Unter seiner Führung war Münster Gastgeber bedeutender Veranstaltungen, darunter der Katholikentag, das Treffen der G7-Außenminister und die Westfälische Friedenskonferenz. Zudem stattete der niederländische König Willem-Alexander der Stadt während seiner Amtszeit einen Besuch ab. Lewes Leitprinzip blieb stets klar: Jede Entscheidung musste Münster zugutekommen.
Mit seinem Abschied rücken nun emotionale Abschiede in den Vordergrund, weniger Tränen. Die öffentliche Reaktion fällt überwiegend positiv aus und würdigt seine Verdienste. Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt wird Lewe sich nicht aus der Öffentlichkeit zurückziehen – er plant, in mehrere Aufsichtsräte einzutreten.
Als sein Nachfolger wurde Tilman Fuchs benannt, der das Amt nach dem 31. Oktober übernehmen wird.
Lewes Rücktritt beendet eine Ära für Münster nach mehr als eineinhalb Jahrzehnten Führung. Sein Nachfolger übernimmt eine Stadt, die unter seiner Ägide an Strahlkraft gewonnen hat. Der Wechsel in der Stadtspitze wird zu Beginn des Novembers 2025 vollzogen.






