María Corina Machado erhält überraschend den Friedensnobelpreis 2025
Torsten BenderMaría Corina Machado erhält überraschend den Friedensnobelpreis 2025
Der Friedensnobelpreis 2025 wurde an die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado verliehen. Die Entscheidung fiel mitten in einer öffentlichen Debatte über andere mögliche Kandidaten, darunter der ehemalige US-Präsident Donald Trump.
Jürgen von der Lippe, damals Vorstandsvorsitzender der Zeit Verlagsgruppe, kritisierte offen Trumps Eignung für die Auszeichnung und stand damit im Widerspruch zu einem anderen Kommentator, der den Ex-Präsidenten lobte.
María Corina Machado erhielt den Friedensnobelpreis in Anerkennung ihres langjährigen Einsatzes für die Demokratie in Venezuela. Ihre Auszeichnung wurde im Oktober 2025 bekannt gegeben und beendete damit die Spekulationen über andere Anwärter.
Donald Trump war von einigen als möglicher Preisträger ins Spiel gebracht worden, doch das Komitee entschied sich schließlich gegen ihn. Der Politikwissenschaftler Ulf Poschardt hatte Trump zuvor als „brillanten Strategen und Machtpolitiker“ für seine Nahost-Politik bezeichnet. Seine Äußerungen lösten eine kontroverse Diskussion aus.
Jürgen von der Lippe, damals an der Spitze der Zeit Verlagsgruppe, widersprach Poschardts Einschätzung vehement. Er argumentierte, dass Trumps Handeln und Charakter ihn unwürdig für den Preis mache. Stattdessen schlug von der Lippe Aktivisten aus Myanmar, Hongkong, Belarus oder dem Iran als würdigere Kandidaten vor.
Die Debatte um den Friedensnobelpreis entbrannte Monate, bevor von der Lippe seinen Rückzug ankündigte. Im Februar 2026 wird er als Vorstandsvorsitzender zurücktreten; sein Nachfolger wird Nils von der Kall sein.
María Corina Machados Auszeichnung mit dem Friedensnobelpreis unterstreicht ihre zentrale Rolle in der demokratischen Bewegung Venezuelas. Gleichzeitig beendet der Preis eine Phase der öffentlichen Diskussion über andere Nominierte, darunter Trump.
Mit Jürgen von der Lippes Abschied von der Zeit Verlagsgruppe steht ein weiterer Wechsel bevor: Die Führung übernimmt Anfang 2026 Nils von der Kall.






