29 April 2026, 16:47

Legendäres Provence-Hotel Lou Calen feiert emotionale Wiedereröffnung nach 20 Jahren Leerstand

Rathaus in Saint-Emilio, Frankreich, ein mehrstöckiges Gebäude mit Fenstern und Türen, das Text an der Wand und umliegende Blumenpflanzen, Bäume, einen Müllcontainer und eine Treppe unter einem bewölkten Himmel zeigt.

Legendäres Provence-Hotel Lou Calen feiert emotionale Wiedereröffnung nach 20 Jahren Leerstand

Ein historisches Hotel in der Provence wiedereröffnet – und mit ihm das Erbe seiner Gründerin Huguette Caren

Nach Jahrzehnten des Verfalls hat ein legendäres Hotel in der Provence seine Türen wieder geöffnet und die Erinnerung an seine Gründerin, Huguette Caren, wachgerufen. Die Geschichte des Lou Calen begann 1944, als eine kleine Geste der Freundlichkeit eine außergewöhnliche Reise in Gang setzte.

Damals, in Cotignac in Südfrankreich, erhielt die zehnjährige Huguette Caren ein ungewöhnliches Geschenk: Statt Süßigkeiten oder Schokolade überreichte ihr ein amerikanischer Soldat einen Ring. Dieser Ring wurde zu einem kostbaren Andenken – ein Symbol für einen Moment, den sie nie vergessen sollte.

Jahre später kaufte Caren 1972 das Nachbarhaus ihres Elternhauses und verwandelte es in das Lou Calen, ein Hotel und Restaurant von einzigartigem Charme. Der Ort wurde schnell berühmt und zog Gäste wie David Bowie und Mitglieder von Pink Floyd an. Seine Ausstrahlung faszinierte sowohl Einheimische als auch internationale Besucher.

Caren entwickelte eine besonders enge Bindung zu dem Anwesen, die sich noch vertiefte, als sie in Palm Springs ein weiteres Restaurant eröffnete. Dort traf sie zufällig auf denselben amerikanischen Soldaten, der ihr Jahrzehnte zuvor den Ring geschenkt hatte. Dieses Wiedersehen fügte ihrem außergewöhnlichen Lebensweg eine weitere Facette hinzu.

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Nach der Schließung des Lou Calen im Jahr 1999 stand das Gebäude über 20 Jahre lang leer. Doch 2015 erwarb der kanadische Unternehmer Graham Porter das Anwesen, restaurierte es liebevoll und erweiterte es um ein Kunstzentrum, eine Bar, ein Restaurant und Gästezimmer, bevor er es wiedereröffnete.

Heute zieht das neu belebte Lou Calen ein internationales Publikum an – vor allem Amerikaner gehören zu den häufigsten Gästen. Huguette Caren, die dem Ort nach wie vor eng verbunden ist, hat sogar ein Kochbuch veröffentlicht: "Huguette Carens Kochbuch: Traditionelle provenzalische Küche", um ihre kulinarischen Traditionen lebendig zu halten.

Die Wiedereröffnung des Hotels hat einem von Geschichte durchdrängten Ort neues Leben eingehaucht. Das Lou Calen steht heute sowohl als Hommage an Huguette Carens Vergangenheit als auch als frisches Reiseziel für Entdecker aus aller Welt. Seine Türen sind wieder geöffnet – und heißen Gäste aus der ganzen Welt willkommen.

Quelle