Kreis Düren plant Rückkehr zu Kita-Gebühren – Eltern protestieren gegen gebrochene Versprechen
Liliana TrappKreis Düren plant Rückkehr zu Kita-Gebühren – Eltern protestieren gegen gebrochene Versprechen
Kreis Düren erwägt Wiedereinführung von Kita-Gebühren zur Schuldenbekämpfung
Seit 2018 zahlen die meisten Familien im Kreis Düren nichts für die Kinderbetreuung – doch das könnte sich bald ändern. Der Kreistag berät heute über einen umstrittenen Plan, der bei Eltern bereits auf Kritik stößt.
Seit 2018 sind die Kita-Kosten im Kreis Düren für die meisten Familien entfallen, nur Haushalte mit einem Jahreseinkommen von über 120.000 Euro mussten weiterhin Gebühren zahlen. Angesichts wachsender finanzieller Belastungen könnte die Wiedereinführung der Beiträge jedoch mehrere Millionen Euro zusätzliche Einnahmen bringen.
Laut dem neuen Vorschlag würden Eltern mit einem Bruttojahreseinkommen unter 45.000 Euro weiterhin nichts zahlen. Für Besserverdiener würden die Gebühren je nach Betreuungsumfang zwischen 80 und 510 Euro pro Monat liegen. Die Änderungen sollen ab August 2026 in Kraft treten.
Der Elternbeirat des Jugendamts wirft den Politikern vor, Versprechen gebrochen zu haben. Die Familien seien davon ausgegangen, dass die gebührenfreie Betreuung bestehen bleibe. Unterdessen hat die Bezirksregierung Köln bis zum 23. Oktober eine Stellungnahme zu den geplanten Regelungsänderungen angefordert.
Am 1. November 2025 treten ein neuer Kreistag und ein neuer Landrat ihr Amt an. Ihre Entscheidungen werden darüber bestimmen, wie die Gebühren umgesetzt werden und ob weitere Anpassungen vorgenommen werden.
Ziel der geplanten Beiträge ist es, die finanzielle Lage des Kreises Düren zu entlasten, während einkommensschwache Familien weiterhin von gebührenfreier Kinderbetreuung profitieren sollen. Falls der Plan genehmigt wird, wäre es das erste Mal seit fast einem Jahrzehnt, dass die meisten Eltern im Kreis wieder für die Kita zahlen müssten. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim neuen Gremium und dem künftigen Landrat.






