11 May 2026, 04:29

Klimaprotest am Kölner Flughafen: Aktivisten der Letzten Generation verurteilt

Menschen sitzen und stehen in einem Flughafen während einer Demonstration, mit Informationsschildern, Schaufensterpuppen in Kleidern und Deckenbeleuchtung im Hintergrund.

Flughafenblockade: Gericht verurteilt Klimaaktivisten - Klimaprotest am Kölner Flughafen: Aktivisten der Letzten Generation verurteilt

Zwei Klimaaktivisten der Gruppe Letzte Generation sind nach der Blockade einer Startbahn am Flughafen Köln/Bonn im August 2024 verurteilt worden. Die Protestaktion führte zu erheblichen Störungen, darunter Flugausfälle und finanzielle Verluste für den Flughafen. Ein Kölner Amtsgericht verhängte Bewährungsstrafen sowie zusätzliche Auflagen.

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Der Vorfall begann, als die Aktivisten – ein 27-jähriger Mann und eine 45-jährige Frau – mit Bolzenschneidern den Außenzaun des Flughafens durchtrennten. Im Inneren gelangten sie auf die Startbahn und zwangen den Betrieb zur Einstellung. Ihre Aktion führte zur Streichung von 20 Flügen, zur Umleitung eines weiteren und zur Rückkehr von drei Maschinen zum Gate.

Rund 3.000 Passagiere erlebten unmittelbare Verspätungen, etwa 13.000 weitere waren indirekt betroffen. Der Flughafen bezifferte die Verluste durch die Störung auf mindestens 50.000 Euro. Ähnliche Proteste fanden am selben Tag an den Flughäfen Berlin Brandenburg, Stuttgart und Nürnberg statt.

Das Gericht verurteilte den 27-Jährigen zu einer elfmonatigen Haftstrafe auf Bewährung, die 45-Jährige erhielt neun Monate auf Bewährung. Zudem müssen beide jeweils 2.000 Euro an eine gemeinnützige Organisation zahlen und 300 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

Die Verurteilungen folgen auf einen Protest, der erhebliche betriebliche und finanzielle Schäden verursachte. Die Strafen für die Aktivisten umfassen Geldauflagen, Gemeinschaftsdienst und Bewährungsstrafen. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen Klimaprotesten und der öffentlichen Infrastruktur.

Quelle