KiBiz-Reform in NRW: Mehr Qualität und weniger Bürokratie in der Kinderbetreuung
Liliana TrappKiBiz-Reform in NRW: Mehr Qualität und weniger Bürokratie in der Kinderbetreuung
Neues Kinderbildungsgesetz (KiBiz) in Nordrhein-Westfalen macht großen Schritt nach vorn
In Nordrhein-Westfalen hat das neue Kinderbildungsgesetz (KiBiz) einen wichtigen Meilenstein erreicht. Familienministerin Josefine Paul und zentrale Verbände unterzeichneten heute eine Vereinbarung zu den Kernprinzipien der Reform. Ziel ist es, die Kinderbetreuung zuverlässiger zu gestalten und den bürokratischen Aufwand für Träger im gesamten Bundesland zu verringern.
Die Einigung wurde zwischen der Landesregierung, kommunalen Spitzenverbänden sowie kirchlichen und Wohlfahrtsorganisationen erzielt. Dem Plan zufolge sollen mindestens fünf Stunden der täglichen Betreuung von qualifizierten Fachkräften geleitet werden. Außerhalb dieser Kernzeiten können andere Mitarbeiter die Betreuung übernehmen.
Um die Änderungen zu finanzieren, wird das Land seine jährlichen Ausgaben um 200 Millionen Euro erhöhen. Davon fließen jährlich 50 Millionen Euro direkt in die Einstellung zusätzlichen Personals. Zudem stellt das Land im kommenden Jahr freiwillig weitere 200 Millionen Euro bereit, um die finanzielle Belastung der Träger zu mildern.
Das Gesetz führt ein Kernzeitenmodell ein, das die Betreuung in Haupt- und Randzeiten unterteilt. Dadurch könnten in einigen Fällen größere Gruppengößen möglich werden. Das Ministerium plant nun, den Gesetzentwurf bis Ende 2024 auszuarbeiten, wobei die parlamentarische Zustimmung für nächstes Jahr erwartet wird. Bei Verabschiedung treten die neuen Regelungen im August 2027 in Kraft.
Die Vereinbarung sieht klarere Personalregelungen und eine bessere Finanzierung der Kinderbetreuung vor. Die Träger haben bis 2027 Zeit, sich auf das neue System einzustellen. Die Landesregierung erhofft sich von den Maßnahmen eine Stabilisierung der frühkindlichen Bildungsangebote und eine Entlastung der Einrichtungen von überflüssiger Bürokratie.






