Kanye Wests umstrittenes Albanien-Konzert spaltet europäische Politiker
Samira StriebitzKanye Wests umstrittenes Albanien-Konzert spaltet europäische Politiker
Das geplante Konzert von Kanye West in Tirana, Albanien, hat unter europäischen Politikern gemischte Reaktionen ausgelöst. Der Rapper, der durch wiederholte antisemitische Äußerungen und Lob für Adolf Hitler bekannt wurde, tritt am 11. Juli in einer eigens errichteten Arena vor 60.000 Fans auf. Andere Länder haben seine Auftritte hingegen wegen seiner umstrittenen Aussagen abgesagt.
Ursprünglich sollte West am 19. Juni im Nationalstadion von Warschau, Polen, auftreten. Doch nach öffentlichem Protest gegen seine Hassrede sagten die Veranstalter das Konzert ab. Kulturministerin Marta Cienkowska begründete dies damit, dass sein Verhalten im Widerspruch zu den Werten Polens stehe.
Auch Großbritannien verweigerte West die Einreise, wodurch geplante Shows in London abgesagt werden mussten. Seine provokanten Äußerungen haben ihm in den vergangenen Jahren Fans und wichtige Sponsorenverträge gekostet.
Albanien hingegen hält an dem Konzert fest. Kulturminister Blendi Gonxhe sieht in der Veranstaltung eine Chance, Albanien als Standort für großangelegte kulturelle Events zu etablieren. Der Auftritt findet in einer speziell gebauten Arena mit Platz für 60.000 Besucher statt.
Trotz Absagen in anderen Ländern bleibt Wests Konzert in Tirana wie geplant. Das Event unterstreicht Albaniens Bestreben, hochkarätige Unterhaltung anzuziehen – selbst wenn andere Nationen den Künstler wegen seiner spalterischen Rhetorik ablehnen. Sein Auftritt reiht sich ein in eine Serie verpasster Chancen, die auf seine öffentlichen Aussagen zurückgehen.






