Jugendkriminalität in NRW explodiert – besonders bei Mädchen und Kindern mit Migrationshintergrund
Ingrid LöwerJugendkriminalität in NRW explodiert – besonders bei Mädchen und Kindern mit Migrationshintergrund
Jugendkriminalität in Nordrhein-Westfalen steigt seit Jahren stark an
Eine neue Studie zeigt, dass die Jugendkriminalität in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen zehn Jahren deutlich zugenommen hat. Besonders besorgniserregend ist dem Bericht zufolge der Anstieg der Straftaten bei Kindern ab elf Jahren – vor allem bei Schülerinnen mit Migrationshintergrund und Mädchen unter 14 Jahren verzeichnen die Statistiken einen besonders steilen Anstieg der gemeldeten Vorfälle.
Für die Untersuchung wurden über 3.800 Siebt- und Neuntklässler an 27 Schulen befragt. Die Ergebnisse offenbaren einen deutlichen Anstieg kriminellen Verhaltens, darunter Gewalt, Hass und Respektlosigkeit gegenüber Lehrkräften, Polizisten und Rettungskräften.
Dramatischer Anstieg bei jungen Mädchen und Kindern mit Migrationshintergrund
Zwischen 2013 und 2024 stiegen die von Mädchen unter 14 Jahren begangenen Straftaten in den untersuchten Städten um fast 150 Prozent. Auch der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund an den registrierten Delikten nahm deutlich zu. Die Forscher führen diesen Trend auf die Folgen der Pandemie sowie den Einfluss sozialer Medien zurück.
Viele Schulen haben zunehmend Schwierigkeiten, die Disziplin aufrechtzuerhalten – Regelverstöße blieben oft ohne Konsequenzen. Angesichts dieser Entwicklungen forderte Innenminister Herbert Reul eine öffentliche Debatte über eine Herabsetzung des Strafmündigkeitsalters.
Forderungen nach Konsequenzen und politischen Reformen
Die Studie unterstreicht einen klaren Anstieg der Jugendkriminalität, insbesondere in jüngeren Altersgruppen. Die Behörden stehen nun unter Druck, Vollzugslücken zu schließen und angesichts der wachsenden Herausforderung über politische Änderungen nachzudenken.






