Innenminister Reul greift Fußballvereine wegen mangelnder Stadion-Sicherheit an
Liliana TrappInnenminister Reul greift Fußballvereine wegen mangelnder Stadion-Sicherheit an
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul hat Fußballvereine öffentlich für ihren Umgang mit Stadion-Sicherheit kritisiert. Er wirft den Clubs vor, trotz umfangreicher Überwachung in den Arenen Straftäter nicht ausreichend zu identifizieren und zu verfolgen.
Reul zeigte sich verärgert darüber, dass in der Debatte um Sicherheitsmaßnahmen oft die Kosten im Vordergrund stünden. Stadion-Sicherheit sei eine staatliche Aufgabe und keine finanzielle Belastung für die Vereine, betonte er. Zudem lehnte der Minister ab, dass Clubs die Polizeipräsenzen bei Spielen privat finanzieren sollen.
Laut Reul zögerten Vereine häufig, Verfahren gegen Gewalttäter einzuleiten – aus Angst vor den eigenen Ultra-Fans. Als Lösung schlug er ein neues Gesetz vor, das Clubs für übermäßige Verzögerungen bei der Ahndung solcher Vorfälle bestrafen soll.
Die Äußerungen des Ministers unterstreichen die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Stadion-Sicherheit und der Verantwortungsfrage. Seine Vorschläge zielen darauf ab, schneller gegen Straftäter vorzugehen und die Rollenverteilung zwischen Vereinen und staatlichen Behörden zu klären. Die Diskussion über Zuständigkeiten und Durchsetzung in Fußballstadien dürfte damit weiter anhalten.






