15 April 2026, 18:33

Ibbenbüren baut für 23 Millionen Euro eine neue Hauptschule – trotz nur fünf Schülern

Eine Gruppe von Kindern in Schuluniformen, die vor einem Gebäude mit einer Wand und einem Rollladen im Hintergrund stehen.

Ibbenbüren baut für 23 Millionen Euro eine neue Hauptschule – trotz nur fünf Schülern

Ibbenbüren plant 23-Millionen-Euro-Neubau seiner Gemeinschafts-Hauptschule – trotz nur fünf angemeldeten Schülern für 2025/26

Trotz sinkender Schülerzahlen will Ibbenbüren bis 2030 seine Gemeinschafts-Hauptschule für 23 Millionen Euro neu aufbauen. Das Projekt sieht die Zusammenlegung zweier Standorte zu einem modernen Schulgebäude vor. Die meisten lokalen Parteien unterstützen den Plan, obwohl die Schule weiterhin mit Herausforderungen bei der Unterrichtsgestaltung und dem Umgang mit Störungen kämpft.

Die Stadt mit rund 50.000 Einwohnern verfügt derzeit über zwei Gymnasien, eine katholische Realschule und eine Gesamtschule mit beschränkten Bildungsgängen. Die Hauptschule hingegen verzeichnet einen drastischen Rückgang: Für das kommende Schuljahr sind nur fünf Schüler angemeldet. Dennoch bleibt sie eine wichtige Anlaufstelle für geflüchtete Kinder, Quereinsteiger und Schüler mit besonderem Förderbedarf.

Die Schule trägt zwar das Siegel "Inklusiver Lernen", doch Prüfer kritisierten Schwächen im Umgang mit Unterrichtsstörungen und bei der individuellen Anpassung des Lehrstoffs. Eltern fordern längere gemeinsame Lernphasen sowie bessere Möglichkeiten für leistungsschwächere Schüler, das Abitur an derselben Schule zu erreichen.

Mit einer Ausnahme unterstützen die lokalen Politiker den 23-Millionen-Euro-Neubau. Das neue Gebäude soll die beiden bisherigen Teilstandorte vereinen. Die Entscheidung fällt zu einer Zeit, in der die Schule weiterhin eine heterogene Schülerschaft betreut – darunter viele mit komplexen Lernbedürfnissen.

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Die ehemalige Lehrerin Maria Frank, die in Ibbenbüren einst eine Buchhandlung führte und Kunst an einer freien Schule unterrichtete, steht exemplarisch für den Wandel im Bildungssystem der Stadt. Traditionelle Schulmodelle werden hier zunehmend hinterfragt.

Die neue Hauptschule soll bis 2030 fertiggestellt werden und modernisierte Räumlichkeiten für eine kleine, aber vielfältige Schülerschaft bieten. Trotz Bedenken wegen der geringen Anmeldezahlen und früherer Kritik an der Schulleitung geht das Projekt mit breiter politischer Zustimmung voran. Wie Ibbenbüren seine benachteiligten Schüler künftig fördert, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.

Quelle