09 May 2026, 22:28

Hunderte protestieren in Nörvenich gegen deutsche Atomwaffen-Politik und NATO-Übung

Plakat, das eine Person auf einem Kanonenrohr stehend mit einer Fahne zeigt, umgeben von Bäumen, Pflanzen und einer Schlange, mit der Aufschrift "The Soldier's Song - Unionism vs Copperheadism."

Hunderte protestieren in Nörvenich gegen deutsche Atomwaffen-Politik und NATO-Übung

Rund 150 Menschen versammelten sich heute in Nörvenich bei Düren, um gegen Atomwaffen zu protestieren. Die Demonstration richtete sich gegen die Beteiligung Deutschlands am NATO-Programm zur nuklearen Teilhabe, das Kritiker als Bruch des Völkerrechts bezeichnen. Die Teilnehmenden skandierten Parolen wie „Nein zu Atomwaffen!“ und zogen damit durch den Ort.

Die Kundgebung wurde von über 30 Friedensinitiativen organisiert. Zu ihren Forderungen gehörte die vollständige Entfernung aller in Deutschland gelagerten Atomwaffen. Eine Sprecherin der Veranstaltung betonte zudem die Ablehnung der deutschen Kampfflugzeuge, die ab nächster Woche an einer NATO-Atomübung teilnehmen sollen.

In Nörvenich sind Tornado- und Eurofighter-Jets stationiert, die an den bevorstehenden Manövern beteiligt sein werden. Die Organisator:innen lobten zwar die aktuellen Friedensbemühungen im Nahen Osten zwischen Israel und den Palästinensern, verwiesen aber gleichzeitig auf ihren eigenen Fokus auf Abrüstung. Ziel der Demonstration war es, die Regierung unter Druck zu setzen, sich aus der nuklearen Abschreckungspolitik zurückzuziehen.

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An der kommenden NATO-Übung werden auch Maschinen vom Stützpunkt Nörvenich teilnehmen. Die Protestierenden argumentierten, dass Deutschlands Beteiligung im Widerspruch zu seinen völkerrechtlichen Verpflichtungen stehe. Der Marsch endete mit erneuten Aufrufen, die nukleare Teilhabe Deutschlands zu beenden. Die für nächste Woche geplante Übung wird wie vorgesehen stattfinden. Unterdessen kündigten Aktivist:innen an, ihren Kampf für eine vollständige atomare Abrüstung im Land fortzusetzen.

Quelle