Henkel kauft Olaplex für 1,4 Milliarden Dollar – ein strategischer Coup im Premium-Haarmarkt
Liliana TrappHenkel kauft Olaplex für 1,4 Milliarden Dollar – ein strategischer Coup im Premium-Haarmarkt
Henkel übernimmt Olaplex für rund 1,4 Milliarden Dollar
Der deutsche Konsumgüterkonzern Henkel hat die Übernahme des US-Haarpflegemarken Olaplex vereinbart, die für ihre patentierte Bonding-Technologie zur Haarreparatur bekannt ist. Der Deal im Volumen von etwa 1,4 Milliarden Dollar wurde am 26. März 2026 bekannt gegeben – die Zustimmung der Aktionäre liegt bereits vor. Nach Bekanntwerden der Nachricht stieg der Olaplex-Aktienkurs im vorbörslichen Handel um fast 50 Prozent.
Olaplex revolutionierte 2014 mit seinem Haarstruktur-reparierenden System den Haarpflegemarkt und verzeichnete zunächst ein rasantes Wachstum. Unter der Führung der Beteiligungsgesellschaft Advent International, die das Unternehmen vor dem Börsengang 2021 übernommen hatte, geriet die Marke jedoch zunehmend unter Druck. Der Umsatz sank von 458 Millionen Dollar (2023) auf 423 Millionen Dollar (2025), während der Aktienkurs seit seinem Höchststand über 90 Prozent einbüßte.
Henkel bietet 2,06 Dollar pro Aktie – ein Aufschlag von 55 Prozent auf den Schlusskurs vom 25. März und 45 Prozent über dem 30-Tage-Durchschnitt. Die Transaktion, deren Abschluss für das späte Jahr 2026 erwartet wird, steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung. Nach der Übernahme soll Olaplex als eigenständige Marke im Henkel-Portfolio weitergeführt werden.
Der Dax-Konzern plant, Olaplex über sein globales Vertriebsnetz zu stärken und die Marke nach Jahren rückläufiger Verkäufe und Verluste wieder zu beleben. Die Übernahme ist ein strategischer Schachzug Henkels im Premium-Haarpflegesegment. Olaplex behält seinen Markennamen und agiert eigenständig, profitiert jedoch von den Ressourcen des neuen Eigentümers. Der Vollzug des Deals hängt noch von der regulatorischen Freigabe ab; der Abschluss wird für die zweite Jahreshälfte 2026 angestrebt.






