17 June 2026, 17:16

"Helden" von Active Player NK: Wenn Heldentum auf Kapitalismuskritik trifft

Helden, die absagen

"Helden" von Active Player NK: Wenn Heldentum auf Kapitalismuskritik trifft

Das junge Kollektiv Active Player NK bringt ein neues Stück auf die Bühne: Helden. Die Produktion erkundet das Konzept von Heldentum durch eine Mischung aus Sketchen, Monologen und persönlichen Geschichten. Gleichzeitig liefert sie eine scharfe Kapitalismuskritik – verpackt in Humor und philosophische Reflexionen.

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Auf der Bühne steht ein vielfältiges Ensemble, darunter Frida, Leni, Ana-Maria, Mohammed Amin und Anil. Ihre Figuren brechen mit traditionellen Heldenzuschreibungen: Mohammed Amin spielt etwa einen Superhelden, der für eine Rettungsaktion 500 Euro verlangt – eine ironische Anspielung auf die prekären finanziellen Verhältnisse vieler Künstler:innen. Jovana und Greta verkörpern gegensätzliche Positionen zu Kapitalismus und Nachhaltigkeit und vertiefen so die gesellschaftskritische Dimension des Stücks.

Sophie und Ronnie hinterfragen ebenfalls gängige Heldenklischees. Die Inszenierung verbindet von Lujain Mustafa choreografierte Kampfszenen mit Tanz und komödiantischen Elementen. Viele der Darsteller:innen greifen auf eigene Erlebnisse zurück, was der Produktion eine tief persönliche Note verleiht.

Regie führte Mohammad Eliraqui, der Active Player NK seit 2022 leitet. Sein Ziel ist es, jungen Menschen einen Raum zu bieten, in dem sie sich frei ausdrücken können. Das Kollektiv veranstaltet zudem kostenlose Workshops im Heimathafen Neukölln – offen für alle zwischen 12 und 26 Jahren, ohne Vorsprechen, nur per Losverfahren.

Helden verbindet Performance, Philosophie und Gesellschaftskritik und gibt jungen Künstler:innen eine Plattform, um komplexe Themen mit ihrer eigenen Stimme zu erkunden. Die kostenlosen Workshops im Heimathafen Neukölln bleiben ein Ort für kreatives Experimentieren – ganz ohne Hürden.

Quelle