Halles Thalia-Theater wird zum Experimentierfeld für junge Kulturvisionen
Ingrid LöwerHalles Thalia-Theater wird zum Experimentierfeld für junge Kulturvisionen
Das ehemalige Thalia-Theater in Halle (Saale) soll im Rahmen der städtischen Kulturstrategie weiterentwickelt werden. Das Haus ist bereits ein lebendiger Ort für Theater, Musik, Film, Clubkultur, künstlerische Bildung und Gemeinschaftsprojekte.
Die Umgestaltung wird von der Kulturstiftung des Bundes im Rahmen des Programms „Übermorgen – Neue Modelle für Kultureinrichtungen“ gefördert. Die Stadt beabsichtigt nun, in der zweiten Förderphase bis zu 600.000 Euro zu beantragen.
Das Theater liegt in einem einzigartigen Kulturviertel in Halle (Saale). Die stellvertretende Bürgermeisterin für Kultur und Sport, Dr. Judith Marquardt, betont seine Bedeutung als zentralen Kulturort für die Stadt.
Ab 2026 wird ein Pilotprojekt jungen Menschen ermöglichen, das Haus mit eigenen Ideen zu prägen. Ein „Young Future Team“ aus jungen Teilnehmenden wird diesen Prozess leiten. Bis 2028 wird zudem das Kollektiv TOOH das Theater jährlich sechs Monate lang für verschiedene künstlerische Projekte nutzen.
Die Stadt strebt an, das Potenzial des Ortes weiter auszubauen und die Zusammenarbeit mit Kulturpartnern zu stärken. Das Haus bleibt eine Plattform für freie Künstler:innen und steht weiterhin jungen Menschen sowie kommunalen Projekten offen. Das ehemalige Thalia-Theater soll auch künftig ein zentraler Ort für freie Künste und Jugendbeteiligung bleiben. Die neue Förderung und das Pilotprojekt dürften der Halleschen Kulturszene frischen Schwung verleihen.
