Großrazzia im Ruhrgebiet: Logistik-Firma wegen Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung durchsucht
Samira StriebitzGroßrazzia im Ruhrgebiet: Logistik-Firma wegen Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung durchsucht
Großrazzia gegen Logistik-Dienstleister im Ruhrgebiet
Am 24. März 2026 fand eine groß angelegte Razzia gegen einen Logistik-Subunternehmer in Nordrhein-Westfalens Ruhrgebiet statt. Hunderte Einsatzkräfte der Zollbehörden führten 37 Durchsuchungsbefehle aus, um gegen organisierte Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung vorzugehen. Im Rahmen der Aktion wurden drei Personen festgenommen; zudem beschlagnahmten die Beamten Bargeld und Vermögenswerte für weitere Ermittlungen.
Die Operation wurde von der Zentralen Anlaufstelle zur Verfolgung von Wirtschafts- und Finanzstraftaten (ZeFin NRW) koordiniert, unterstützt vom Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität (LBF NRW), der Bundespolizei und einer Spezialeinheit des Zolls. Im Fokus stand ein Logistik-Dienstleister, der verdächtigt wird, ein kriminelles System betrieben zu haben: Kurierfahrer sollen bar bezahlt worden sein, während Sozialabgaben vorenthalten wurden.
Bei den Durchsuchungen in Wohn- und Geschäftsräumen sicherten die Beamten umfangreiche Beweismittel, darunter 174.000 Euro in bar, sechs elektrische Lastenräder sowie zahlreiche Dokumente und Datenträger. Diese werden nun detailliert ausgewertet, um die Vorwürfe zu untermauern.
Drei Beschuldigte – ein 39-jähriger Hauptverdächtiger, ein 29-jähriger Mann und eine 26-jährige Frau – wurden auf Grundlage von Haftbefehlen festgenommen. Den Ermittlern zufolge spielten sie zentrale Rollen in dem System, das auch mit systematischer Steuerhinterziehung einherging.
Die Untersuchungen dauern an, während die beschlagnahmten Beweismittel analysiert werden. Die Aktion unterstreicht die Bemühungen, illegale Beschäftigung und Wirtschaftskriminalität im Logistiksektor zu bekämpfen. Weitere rechtliche Schritte hängen von den Erkenntnissen aus den sichergestellten Unterlagen und Vermögenswerten ab.






