31 March 2026, 08:38

Gerettete Dörfer im Rheinland erhalten Millionen für ihren Neuanfang

Plakat mit Bäumen und Himmel als Hintergrund mit dem Text "Investitionen in Gemeinden: Größte Investition in ländliche Elektrizität seit dem New Deal".

Gerettete Dörfer im Rheinland erhalten Millionen für ihren Neuanfang

Sechs Dörfer in der Nähe der Braunkohletagebaue Hambach und Garzweiler sind dank eines richtungsweisenden Abkommens aus dem Jahr 2022 vor dem Abriss bewahrt worden. Am Montag besuchte Nordrhein-Westfalens Bauministerin Ina Scharrenbach die Gemeinden, um die Bewilligung von Millionenfördergeldern für ihre Wiederbelebung bekannt zu geben. Das Geld soll beim Wiederaufbau von Häusern, der Restaurierung von Wahrzeichen und der Modernisierung der örtlichen Infrastruktur helfen.

Im Oktober 2022 hatten sich Bund, Landesbehörden und der Bergbaubetreiber RWE auf einen Deal geeinigt, der den Abriss der sechs Dörfer stoppte. Ursprünglich wegen des Braunkohleabbaus zur Zerstörung vorgesehen, steht ihnen nun eine andere Zukunft bevor. Zwei dieser Dörfer, Keyenberg und Kückhoven, gehörten einst zur Verwaltung der Stadt Erkelenz.

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Während einer Veranstaltung unter dem Motto "Zukunftstag" präsentierte Ministerin Scharrenbach Förderzusagen in Millionenhöhe. Die Gemeinde Merzenich sicherte 60 Millionen Euro für das Dorf Morschenich – heute unter dem neuen Namen Bürgewald bekannt – zu, wobei als erstes Projekt der Wiederaufbau der historischen Kirche geplant ist. Weitere 14,3 Millionen Euro fließen in fünf Erkelenz-Ortsteile: Keyenberg, Kuckum, Oberwestrich, Unterwestrich und Berverath.

Die Mittel sollen in die Aufwertung der Infrastruktur und die Umnutzung alter Gebäude investiert werden. In Keyenberg wird aus einem ehemaligen Kindergarten ein Dorfgemeinschaftszentrum. Erkelenz rechnet insgesamt mit rund 170 Millionen Euro, darunter ein Rückkaufprogramm für ehemalige Bewohner. Scharrenbach betonte, dass die Energiewende nicht nur das Schließen von Bergwerken bedeute, sondern auch die Wiederherstellung von Lebensräumen und Perspektiven für die Betroffenen.

Die Förderung markiert einen Wendepunkt für Dörfer, die einst durch den Kohleabbau bedroht waren. Mit 60 Millionen Euro für Bürgewald und weiteren Millionen für die Erkelenz-Ortsteile rückt nun der Wiederaufbau und die Revitalisierung in den Fokus. Der beschleunigte Ausstieg Nordrhein-Westfalens aus der Braunkohle hat es diesen Gemeinden ermöglicht, eine stabile Zukunft zu planen.

Quelle