Gary Lineker wechselt zu Netflix und kommentiert die WM aus New York
Gary Lineker wird diesen Sommer die WM-Berichterstattung von Netflix aus New York leiten. Der ehemalige englische Nationalstürmer gesellt sich zu Alan Shearer und Micah Richards für tägliche Sendungen auf der Streaming-Plattform. Sein Wechsel folgt auf ein turbulentes Jahr beim BBC, das im vergangenen Mai eine viel beachtete Suspendierung umfasste.
Linekers WM-Programm The Rest is Football wird täglich auf Netflix ausgestrahlt. Der Podcast wurde vom Streaming-Riesen für 14 Millionen Pfund erworben – ein Meilenstein in der Fußball-Expertenkultur. Zudem bleibt er weiterhin als Moderator aktiv und liefert während des Turniers Analysen und Kommentare.
Im vergangenen Jahr hatte die BBC Lineker von Match of the Day abgesetzt, nachdem er auf Instagram kontroverse Äußerungen über den Zionismus veröffentlicht hatte. Der Eklat führte zu einer vorübergehenden Unterbrechung seiner langjährigen Zusammenarbeit mit dem Sender. Statt wie sonst aus dem BBC-Standort Salford zu arbeiten, wird er diesen Sommer für die WM aus New York berichten.
In jüngsten Interviews verriet Lineker, dass er seit über einem Jahrzehnt keinen Kontakt mehr zu José Mourinho habe. Trotz ihrer früheren Freundschaft sei ihm unklar, warum der portugiesische Trainer den Kontakt abgebrochen habe. Über Mourinhos Zukunft spekulierend, deutete Lineker eine mögliche Rückkehr zu Real Madrid an, wo die Mannschaft in dieser Saison ohne Titel kämpft. Der aktuelle Trainer Álvaro Arbeloa gerät zunehmend unter Druck.
Lineker machte zudem deutlich, dass er in seinen Analysen keine Rücksicht nehmen werde. Sollte England bei der WM enttäuschen, plant er, das Team offen zu kritisieren.
Die Weltmeisterschaft markiert für Lineker den Beginn einer neuen Rolle bei Netflix – und damit das Ende seiner BBC-Konflikte. Seine tägliche Sendung verspricht scharfsinnige Analysen, während seine Aussagen zu Mourinho und England für Spannung sorgen. Mit einem 14-Millionen-Pfund-Deal und einer frischen Plattform festigt er seinen Einfluss in der Fußballmedienlandschaft weiter.






