Gamescom 2024: Warum Hass und Einsamkeit die Gaming-Szene prägen
Gamescom startet diese Woche in Köln – Umfrage zeigt besorgniserregende Trends in der Gaming-Szene
Die Gamescom, die weltweit größte Messe für Video- und Computerspiele, öffnet an diesem Mittwoch in Köln ihre Tore. Bis Sonntag werden mehrere hunderttausend Fans erwartet.
Eine aktuelle Umfrage unter passionierten Gamern fördert bemerkenswerte Entwicklungen zutage: Drei Viertel der Befragten sind Männer, 55 Prozent sind zwischen 16 und 34 Jahre alt. Auffällig ist auch, dass 27 Prozent im vergangenen Jahr an einer Demonstration teilgenommen haben.
Feindseligkeit prägt die Community Ein großes Problem in der Szene ist offenkundig die Aggression: 38 Prozent der engagierten Spieler geben an, „sehr oft“ oder „häufig“ beleidigt zu werden. Unter allen befragten Gamern erleben 14 Prozent regelmäßig oder sehr häufig verbale Angriffe. Viele berichten zudem von Cybermobbing, das bis zu Drohungen mit körperlicher Gewalt oder Vergewaltigung reicht.
Besorgniserregende Einstellungen Die Umfrage offenbart auch problematische Haltungen: Antifeministische Ansichten und Ablehnung von LGBTQ+-Personen sind unter Hardcore-Gamern weit verbreitet. Zudem stimmen 43 Prozent der Aussage zu, Juden hätten zu viel Einfluss in der Welt. Ein weiteres zentrales Thema ist Einsamkeit: 58 Prozent der leidenschaftlichen Spieler fühlen sich mäßig oder stark isoliert.
Die Ergebnisse zeichnen ein zwiespältiges Bild der Gaming-Community. Hohe Einsamkeitsquoten, verbale Übergriffe und polarisierende Einstellungen prägen die Szene – just in dem Moment, in dem sich die Branche auf ihr größtes jährliches Treffen in Köln vorbereitet.






