Friseurpreise explodieren: Bis zu 31 Prozent teurer als noch 2020
Samira StriebitzHaarschnittpreise sind deutlich gestiegen - Friseurpreise explodieren: Bis zu 31 Prozent teurer als noch 2020
Friseurpreise in Deutschland steigen stark an
In den vergangenen fünf Jahren sind die Kosten für einen Haarschnitt in Deutschland deutlich gestiegen. Frauen zahlen heute 28 Prozent mehr als noch 2020, während Männer und Kinder mit einem noch stärkeren Anstieg von fast 31 Prozent konfrontiert sind. Steigende Löhne, Energiekosten und Inflation treiben die Preise in der gesamten Branche in die Höhe.
Im September 2025 lag der Durchschnittspreis für eine Damenwäsche, einen Schnitt und das Föhnen bei etwa 54 Euro. Männer mussten für denselben Service rund 33 Euro berappen. Diese Preiserhöhungen spiegeln die allgemeinen wirtschaftlichen Belastungen wider, darunter höhere Materialkosten und Lohnforderungen.
Der Friseurhandwerkssektor bleibt ein wichtiger Arbeitgeber: 2024 waren fast 150.000 Menschen in diesem Bereich beschäftigt. Allerdings ist die Zahl der Auszubildenden deutlich zurückgegangen – von 23.540 im Jahr 2014 auf nur noch 13.509 im Jahr 2023. Dieser Rückgang verschärft die Herausforderungen der Branche zusätzlich.
Traditionelle Friseursalons sehen sich zudem einer wachsenden Konkurrenz durch günstigere Barbiershops gegenüber. Von den 80.363 Friseurbetrieben in Deutschland im Jahr 2024 entfiel etwa ein Fünftel auf Barbiershops. Trotz dieser Verschiebungen erreichte der Gesamtumsatz der Branche 2024 Schätzungen zufolge rund 7,67 Milliarden Euro.
Die höheren Preise für Haarschnitte sind Teil eines größeren wirtschaftlichen Trends, der von Inflation und steigenden Betriebskosten geprägt ist. Da immer weniger Auszubildende in den Beruf einsteigen und die Konkurrenz durch günstigere Alternativen wächst, passt sich die Branche einem veränderten Markt an. Kunden zahlen heute für grundlegende Dienstleistungen deutlich mehr als noch vor wenigen Jahren.






