20 June 2026, 02:22

Forscher züchten umweltfreundliches Pestizid mit Bakterien aus Holzabfällen

Nachhaltige Pestizide für die Landwirtschaft

Forscher züchten umweltfreundliches Pestizid mit Bakterien aus Holzabfällen

Ein Forschungsteam der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) hat ein fünfjähriges Projekt gestartet, um mithilfe von Bakterien ein umweltfreundliches Pestizid herzustellen. Die unter dem Namen PyreComm laufende Initiative zielt darauf ab, einen nachhaltigen Bioprozess für Pyrethrin-Verbindungen zu entwickeln – unterstützt durch die Nationale Bioökonomiestrategie Deutschlands.

Das Vorhaben wird von Dr. Wilken geleitet und vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) mit rund 2,7 Millionen Euro gefördert. Es ist Teil der Initiative „Kreative Nachwuchstalente für die Bioökonomie“, die die Zusammenarbeit zwischen jungen und erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern fördert.

Die PyreComm-Gruppe setzt auf das Bakterium Vibrio natriegens, um ein skalierbares, halb-synthetisches Verfahren zur Herstellung des Pestizids zu entwickeln. Der Wirkstoff stammt ursprünglich aus der Dalmatinischen Insektenblume, doch das Team wird mikrobielle Gemeinschaften in Bioreaktoren so optimieren, dass die Produktion effizienter wird. Als Rohstoffbasis dient Holz, was die Landwirtschaft direkt mit der Herstellung von Biopestiziden verknüpft.

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Mit Hilfe von metabolischer Modellierung und modernen Messtechniken sollen die mikrobiellen Systeme maßgeschneidert werden. Das entstehende Biopestizid könnte die Kriterien der EU-Farm-to-Fork-Strategie erfüllen und so den Zulassungsprozess beschleunigen.

Das Projekt reagiert auf den Bedarf an Pestiziden, die sowohl die Ernährungssicherheit stärken als auch die Umweltbelastung verringern. Durch den Einsatz erneuerbarer Ressourcen und die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft fügt es sich nahtlos in die übergeordneten Bioökonomie-Ziele Deutschlands ein. Der Ansatz des Teams könnte eine nachhaltige Alternative zur herkömmlichen Pestizidproduktion bieten.

Quelle