Forscher entwickeln nachhaltige Lösungen für den städtischen Güterverkehr der Zukunft
Ingrid LöwerForscher entwickeln nachhaltige Lösungen für den städtischen Güterverkehr der Zukunft
Ein neues Forschungsprojekt untersucht Wege, um den städtischen Güterverkehr nachhaltiger zu gestalten. Unter der Leitung der Bergischen Universität Wuppertal erforscht die Studie, wie lokale Lieferketten und kürzere Transportwege in Städten funktionieren könnten. Die Initiative ist Teil einer umfassenderen Bemühung, die Stadtplanung zu verbessern und die Umweltbelastung zu verringern.
Das POTUS-Projekt, koordiniert vom Lehrstuhl für Güterverkehrsplanung und Transportlogistik der Universität, analysiert, wie lokale Dienstleistungen die Nachfrage nach Lieferungen in verschiedenen Stadtvierteln beeinflussen. Die Forscher:innen untersuchen zudem, wie die Merkmale einzelner Stadtteile den Bedarf an Lieferungen prägen, um maßgeschneiderte Empfehlungen für ein nachhaltiges Management zu entwickeln.
Ein zentrales Ziel besteht darin, zu ermitteln, wo und unter welchen Bedingungen der Güterverkehr am stärksten wächst. Das Team arbeitet außerdem an Methoden, um Daten aus verschiedenen europäischen Ländern vergleichbar zu machen und für eine bessere Verkehrsplanung nutzbar zu machen. Aktuell erschweren Lücken in den Datensätzen die Entwicklung präziser Strategien – ein Problem, das regelmäßige Erhebungen und innovative Ansätze erfordert.
An dem Projekt sind Partner aus Österreich, Schweden, Frankreich, Italien sowie deutsche Städte wie Düsseldorf und Wiesbaden beteiligt. Es orientiert sich am Konzept der „15-Minuten-Stadt“, das vorsieht, dass wichtige Dienstleistungen innerhalb von 15 Minuten mit dem Fahrrad oder zu Fuß erreichbar sein sollen. Dieser Ansatz fördert ein klimafreundlicheres städtisches Leben.
Das Vorhaben wird mit rund 1,4 Millionen Euro aus dem europäischen Programm „Driving Urban Transitions“ sowie nationalen Quellen gefördert. Die Ergebnisse sollen Städten helfen, effizientere und nachhaltigere Güterverkehrssysteme zu entwickeln. Die Forschung wird praktische Werkzeuge für Planer:innen bereitstellen, um aktuelle Herausforderungen in der urbanen Logistik zu bewältigen.






