31 March 2026, 16:41

EU-Kommission plant Reform des Emissionshandels – Chemiebranche atmet auf

Eine Europakarte mit dem Logo der Europäischen Umweltbehörde in der linken oberen Ecke, die in verschiedenen Grüntönen schattiert ist, um die EU-Regionen anzuzeigen.

EU-Kommission plant Reform des Emissionshandels – Chemiebranche atmet auf

Die Europäische Kommission wird an diesem Mittwoch ihre ersten Vorschläge zur Reform des EU-Emissionshandelsystems (EU-ETS) vorlegen. Der Schritt folgt Forderungen von Industrievertretern, darunter Evonik-Chef Christian Kullmann, der sich zuvor für eine Abschaffung oder grundlegende Neugestaltung des Systems ausgesprochen hatte. Nun zeichnet sich ein ausgewogenerer Ansatz ab.

Ursprünglich hatte Kullmann für eine Abschaffung oder radikale Reform des ETS plädiert. Seine Haltung änderte sich, als er gemeinsam mit dem EU-Abgeordneten Peter Liese einen Gastbeitrag im Handelsblatt verfasste, in dem er pragmatische Lösungen und kluge Kompromisse forderte.

Die anstehenden Reformen umfassen zentrale Anpassungen, um die Belastung für die chemische Industrie zu verringern. Eine wichtige Änderung ist die dauerhafte Abschaffung der Streichung von Zertifikaten im Marktstabilitätsreservoir (MSR). Diese Maßnahme soll mehr Planungssicherheit für Branchen schaffen, die von den CO₂-Preisen betroffen sind.

Obwohl die Reformen einige Branchenbedenken aufgreifen, bleibt unklar, wie sie sich im Vergleich zu früheren Debatten positionieren. Die verfügbaren Informationen konzentrieren sich auf größere Wirtschaftssektoren wie Immobilien und Tourismus, während die Entwicklung der chemischen Industrie in den letzten fünf Jahren nur unvollständig nachvollziehbar ist.

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Die EU-Reformen werden der chemischen Industrie mehr Flexibilität bei der Einhaltung der Emissionsvorgaben einräumen. Die dauerhafte Abschaffung der Zertifikatsstreichung im MSR stellt einen bedeutenden Politikwechsel dar. Die endgültigen Auswirkungen auf die Branchen hängen davon ab, wie diese Vorschläge in den kommenden Monaten umgesetzt werden.

Quelle