14 April 2026, 14:38

Essens dunkles Kapitel: Wie die Stadt Hexenprozesse anders führte

Eine historische Karte von Mitteleuropa aus dem Jahr 1618, die die religiöse Landschaft der Region mit detaillierten Textanmerkungen zeigt.

Essens dunkles Kapitel: Wie die Stadt Hexenprozesse anders führte

Öffentlicher Vortrag: Essens Hexenprozesse im Fokus

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Am 5. Dezember 2025 findet in Essen ein kostenloser öffentlicher Vortrag über die Hexenverfolgungen in der Stadt statt. Dr. Claudia Kauertz, Leiterin des Hauses der Essener Geschichte/Stadtarchivs, beleuchtet darin, wie Anklagen und Vorwürfe während der Hochphase der Hexenjagden in Essen eskalierten. Anhand lokaler Akten zeigt sie auf, was die Prozesse in Essen von denen in Nachbarregionen unterscheidet.

Die Veranstaltung dauert von 18:00 bis 19:30 Uhr und findet im Kleinen Saal der Volkshochschule (VHS) am Burgplatz 1 statt. Dr. Kauertz widmet sich Essen als Fallbeispiel und erläutert, warum die Hexenprozesse hier andere Verläufe nahmen als etwa in Vest Recklinghausen, einem bekannten Zentrum der Verfolgung.

Zwischen 1585 und 1632 erlebte das Rheinland und Westfalen eine Welle der Hexenverfolgungen. Jahre lang hat Dr. Kauertz die Essener Archive durchforstet, um die sozialen und rechtlichen Hintergründe dieser Prozesse zu entschlüsseln. Der Eintritt ist frei, um eine vorherige Anmeldung über die VHS-Website (www.vhs-ourwebsite, Kursnummer 252.1B004N) wird jedoch gebeten.

Im Mittelpunkt des Vortrags steht Essens besonderer Umgang mit der Hexenverfolgung in einer Zeit allgemeiner Hysterie. Durch die Auswertung historischer Quellen möchte Dr. Kauertz nachzeichnen, wie sich die Anklagen in der Stadt entwickelten. Interessierte können sich noch vor der Veranstaltung einen Platz sichern.

Quelle