Essen revolutioniert Behördengänge mit dem kostenlosen Bürgerbus für Mobilitätseingeschränkte
Ingrid LöwerEssen revolutioniert Behördengänge mit dem kostenlosen Bürgerbus für Mobilitätseingeschränkte
Vor einem Jahr führte Essen den „Bürgerbus“ ein – einen mobilen Service für Menschen mit schweren Mobilitätseinschränkungen. Das kostenlose Vor-Ort-Angebot ermöglicht es Bürgerinnen und Bürgern, Behördengänge zu erledigen, ohne persönlich ein Amt aufsuchen zu müssen. Die Initiative hat bereits Hunderten von Menschen in der ganzen Stadt geholfen.
Der „Bürgerbus“ funktioniert wie ein voll ausgestattetes mobiles Büro. Er ist mit Laptop, Drucker, Scanner, Fingerabdrucksensor und Kamera ausgestattet. Ein dreiköpfiges Team fährt in einem speziell umgerüsteten Fahrzeug zu denen, die ihre Wohnungen oder Pflegeeinrichtungen nicht verlassen können.
Seit dem Start des Services wurden 721 Termine durchgeführt. Dabei wurden 409 Personalausweise ausgestellt, zudem mehrere Pässe und 91 Meldebescheinigungen für Umzüge. Das Team unterstützt auch bei Anträgen für Bescheinigungen und Änderungen im Melderegister.
Die Inanspruchnahme des Angebots ist unkompliziert: Berechtigt sind Bewohnerinnen und Bewohner mit dauerhaften oder vorübergehenden schweren Bewegungseinschränkungen. Sie können einen Termin vereinbaren – entweder über ein Kontaktformular im Serviceportal der Stadt Essen oder direkt per Telefon beim ServiceCenter Essen.
Der „Bürgerbus“ hat im vergangenen Jahr mobilitätseingeschränkten Bürgerinnen und Bürgern wichtige Unterstützung geboten. Kostenfrei sorgt er dafür, dass behördliche Angelegenheiten wie Ausweisanträge oder Ummeldungen für alle zugänglich bleiben. Der Service wird kontinuierlich ausgebaut und bietet eine praktische Lösung für diejenigen, die Ämter nicht persönlich aufsuchen können.






