Essen plant futuristischen Verwaltungscampus an der Bernestraße bis 2030
Samira StriebitzEssen plant futuristischen Verwaltungscampus an der Bernestraße bis 2030
Essen hat ein neues Design für seinen künftigen Verwaltungscampus an der Bernestraße ausgewählt. Die Entscheidung markiert einen Neuanfang, nachdem das ursprüngliche Projekt "BürgerRatHaus" 2022 aufgegeben worden war. Eine Jury kürte das siegreiche Konzept Mitte Februar 2026 und lobte seinen modernen Ansatz, der städtische und administrative Anforderungen vereint.
Das Vorhaben ersetzt das gescheiterte BürgerRatHaus, das aufgrund explodierender Baukosten und der wirtschaftlichen Belastungen durch den Krieg in der Ukraine gestoppt worden war. Stattdessen schrieb die Stadt einen Wettbewerb für ein neues Verwaltungszentrum auf dem Gelände des ehemaligen Hauptbads aus. Drei Finalentwürfe wurden vom 23. Februar 2026 an in einer Ausstellung im Foyer des Essener Rathauses präsentiert.
Der Sieg ging an das Münsteraner Büro PBA Peter Bastian Architekten. Dessen Entwurf verbindet eine städtebauliche Strategie mit einer klaren architektonischen Vision. Oberbürgermeister Thomas Kufen bezeichnete die Wahl als zukunftsweisenden Schritt für die Entwicklung Essens.
Die Immobilien Management Essen GmbH (IME) wird den gesamten Prozess von der Planung bis zur Umsetzung steuern. Der Campus entsteht in mehreren Bauabschnitten, wobei der erste Teil bis 2030 fertiggestellt werden soll. Zu den ersten Nutzern zählen das Polizeirevier I, Teile der Ordnungsbehörde sowie die Krisenmanagement-Stelle der Stadt. Ziel ist es, zentrale Dienstleistungen zu bündeln und die Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden zu verbessern.
Der neue Verwaltungscampus wird mehrere städtische Ämter unter einem Dach vereinen. Die Bauarbeiten beginnen schrittweise, die ersten Gebäude sollen ab 2030 genutzt werden. Das Projekt soll einen effizienteren und besser vernetzten Standort für die öffentlichen Dienstleistungen Essens schaffen.






