05 May 2026, 06:39

Essen ehrt Dr. Ernst Schmidt mit Gedenktafel für sein Lebenswerk gegen das Vergessen

Schwarze Tafel an einem Gebäude mit einer Hand darauf, beschriftet mit Text, wahrscheinlich ein Holocaust-Denkmal.

Essen ehrt Dr. Ernst Schmidt mit Gedenktafel für sein Lebenswerk gegen das Vergessen

Gedenktafel für Dr. Ernst Schmidt in Essen-Borbeck enthüllt

Am 12. Oktober 2025 wurde am Kuhlmannsfeld-Haus in Essen-Borbeck eine Gedenktafel für Dr. Ernst Schmidt feierlich enthüllt. Die Zeremonie würdigte das Erbe eines Historikers, der maßgeblich geprägt hat, wie die Stadt ihre NS-Vergangenheit aufarbeitet. Anwesend waren Essens Oberbürgermeister Rolf Fliß sowie lokale Vertreter aus Politik und Wissenschaft.

Dr. Ernst Schmidt (1924–2009) widmete sein Leben der Erforschung der Essener Arbeiterbewegung und der NS-Zeit. Sein Werk umfasst zahlreiche Publikationen, und er gehörte zu den Mitbegründern der Gedenk- und Dokumentationsstätte Alte Synagoge. Viele betrachten ihn als Wegbereiter der Essener Erinnerungskultur an die NS-Vergangenheit.

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Die Tafel ist Teil des „Essen erinnert“-Rundwegs, ein Projekt, das Schmidt 1985 selbst initiierte. Finanziert vom Bezirksrat IV, wurde das Denkmal gemeinsam mit dem Haus der Essener Geschichte / Stadtarchiv eingeweiht. Zu Lebzeiten erhielt Schmidt mehrfach Auszeichnungen für seine Verdienste um die historische Forschung und das öffentliche Gedenken.

Die Feierstunde unterstrich seinen nachhaltigen Einfluss darauf, wie Essen sich seiner Geschichte stellt. Die Gedenktafel bleibt nun ein dauerhaftes Zeichen für sein Engagement und seine wissenschaftliche Arbeit.

Mit der Tafel wird das Wirken Dr. Ernst Schmidts in der Stadt sichtbar gehalten, der er jahrzehntelang verbunden war. Gleichzeitig bekräftigt Essen damit sein Bekenntnis, die Erinnerung an die Arbeiterbewegung und die NS-Zeit wachzuhalten. Der Ort am Kuhlmannsfeld-Haus soll künftigen Generationen als Raum der Reflexion dienen.

Quelle