Droht das Aus für die kostenlose Asylverfahrensberatung in Deutschland?
Torsten BenderDroht das Aus für die kostenlose Asylverfahrensberatung in Deutschland?
Die Finanzierung der unabhängigen Asylverfahrensberatung in Deutschland könnte bald gestrichen werden. Der Service, der 2023 eingeführt wurde, bietet Asylsuchenden vertrauliche Unterstützung in ihren Verfahren an. Doch aktuelle Haushaltsentwürfe sehen nun vor, die finanzielle Förderung komplett zu streichen.
Das Beratungsprogramm basiert auf Paragraf 12a des Asylgesetzes und bietet kostenlose, neutrale und individuelle Hilfestellung für Menschen, die sich durch das Asylsystem navigieren. Verena Schäffer, Integrations- und Flüchtlingsministerin von Nordrhein-Westfalen, bezeichnet den Service als unverzichtbar für reibungslose Abläufe.
Gleichzeitig wachsen die Bedenken wegen möglicher Verzögerungen. Schäffer sowie weitere Verantwortliche wie Aminata Touré, Katharina Binz und Manfred Lucha warnen, dass die Abschaffung des Angebots zu langsameren Asylentscheidungen führen könnte. Dennoch haben sich Union und SPD bisher nur darauf geeinigt, das Programm zu prüfen – ohne festen Zeitrahmen.
Die Bundesregierung hatte die Initiative ursprünglich unterstützt, um faire und effiziente Verfahren zu gewährleisten. Nun steht ihre Zukunft auf dem Spiel, während Politiker über ihre Rolle im System diskutieren.
Sollten die Haushaltskürzungen umgesetzt werden, verlieren Asylsuchende den Zugang zu einer zentralen Unterstützungsleistung. Die Entscheidung wird direkte Auswirkungen darauf haben, wie schnell und gerecht ihre Anträge bearbeitet werden. Das weitere Vorgehen hängt nun von den politischen Verhandlungen ab.






