10 April 2026, 12:34

Dortmunds neuer Oberbürgermeister bricht mit 78 Jahren SPD-Tradition

Metallplakette an einer Gebäudeseite mit schwarzem Hintergrund und weißer fettgedruckter Schrift, die "Borough Boundary Edm Smithwick Mayor" lautet.

Dortmunds neuer Oberbürgermeister bricht mit 78 Jahren SPD-Tradition

Alexander Kalouti hat sein Amt als neuer Oberbürgermeister Dortmunds angetreten und markiert damit einen historischen Wechsel an der Spitze der Stadt. Er ist der erste Bürgermeister seit 1946, der nicht der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) angehört, und beendet damit fast acht Jahrzehnte ihrer Vorherrschaft. Der Christdemokrat (CDU) steht nun vor der Herausforderung, ohne eigene Mehrheit im Stadtrat zu regieren.

Kaloutis Wahl bricht mit einer langen SPD-Tradition in Dortmund. Seine CDU-Fraktion bleibt zwar zweitstärkste Kraft im Stadtrat – hinter der SPD –, doch muss er für wichtige Vorhaben Bündnisse schmieden. Bereits hat er signalisiert, mit anderen Fraktionen und Gruppen Kooperationen eingehen zu wollen, um seine politischen Ziele durchzusetzen.

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Zur Vorbereitung auf sein Amt studierte Kalouti die städtische Gemeindeordnung und tauschte sich mit Ratsmitgliedern aus. Seine ersten Tage als Oberbürgermeister verglich er mit einer "Premierenaufführung" – eine Anspielung auf seine frühere Tätigkeit als ausgebildeter Schauspieler. Trotz seiner entspannten Art räumt er ein, dass der Druck steigt, je näher die erste Ratssitzung am 13. November rückt.

Eine seiner vordringlichsten Aufgaben ist die Bekämpfung des städtischen Niedergangs und die Belebung der Innenstadt. Als Vorbild nennt er den Erfolg des After-Work-Marktes, der zeigen soll, wie lebendige öffentliche Räume gestaltet werden können. Die geplante Amtsübergabe mit seinem Vorgänger Thomas Westphal wurde aufgrund von Terminüberschneidungen abgesagt.

Kaloutis Amtszeit beginnt mit dem Fokus auf die Revitalisierung des Dortmunder Zentrums und die Navigation durch einen zersplitterten Stadtrat. Sein Ansatz, flexible Allianzen zu bilden, wird entscheidend dafür sein, wie sich seine Politik durchsetzen lässt. Die anstehende Ratssitzung wird zeigen, ob es ihm gelingt, verschiedene Fraktionen hinter seiner Vision zu einen.

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