31 May 2026, 00:23

Deutschlands digitale Wirtschaft droht der Blackout durch Rechenzentrums-Engpass bis 2030

Starke Wachstum der deutschen Internetwirtschaft

Deutschlands digitale Wirtschaft droht der Blackout durch Rechenzentrums-Engpass bis 2030

Deutschlands digitale Wirtschaft steht vor rasantem Wachstum – doch ohne dringende Maßnahmen droht ein massiver Engpass bei Rechenzentrumskapazitäten, der Rechenlasten ins Ausland verlagern und die digitale Souveränität des Landes untergraben könnte. Laut Prognosen wird der Umsatz von 245 Milliarden Euro im Jahr 2025 auf 389 Milliarden Euro bis 2030 steigen.

Der eco-Verband, der die Internetwirtschaft vertritt, erwartet, dass sich die IT-Anschlussleistung deutscher Rechenzentren bis 2030 um 50 Prozent erhöht – von derzeit 2,4 auf 3,7 Gigawatt. Doch selbst diese Ausweitung reicht bei Weitem nicht aus: Unternehmen werden am Ende des Jahrzehnts drei- bis fünfmal mehr Rechenleistung benötigen, als Deutschland dann bereitstellen kann.

Oliver Süme, Vorsitzender des eco-Verbands, fordert nun sofortiges politisches Handeln. Hohe Industrie-Strompreise, zögerliche Glasfaserausbauten und die zurückhaltende Digitalisierung im Mittelstand bremsen das Wachstum aus, warnt er. Der Verband drängt auf günstigen Grundlaststrom, um die Wettbewerbsfähigkeit der Rechenzentren zu sichern – aktuell liegt Deutschlands Kapazität noch 20-mal unter der der USA.

Treiber des Booms sind die digitale Transformation und der steigende Einsatz von KI-Technologien. Für die Internetwirtschaft wird ein jährliches Wachstum von 9,7 Prozent zwischen 2025 und 2030 prognostiziert. Fehlen jedoch Investitionen in neue Rechenzentren, könnten Unternehmen gezwungen sein, auf ausländische Infrastruktur auszuweichen – mit Risiken für Performance und Datensicherheit.

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Die Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Deutschlands digitale Wirtschaft zwar expandiert, die Infrastruktur aber nicht Schritt hält. Verlagern sich Rechenlasten ins Ausland, droht der Verlust der Kontrolle über kritische Daten und eine Schwächung der Position im globalen Technologiemarkt. Branchenführer betonen: Schnellere Netzausbauten, niedrigere Energiekosten und eine konsequentere Digitalisierung seien unverzichtbar, um dies zu verhindern.

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