Deutsche Glasfaser stoppt Glasfaserausbau in Elmpt – was steckt dahinter?
Liliana TrappDeutsche Glasfaser stoppt Glasfaserausbau in Elmpt – was steckt dahinter?
Deutsche Glasfaser stoppt vorerst Ausbau des Glasfasernetzes in Elmpt
Deutsche Glasfaser hat ihre Pläne zum Ausbau des Glasfasernetzes in Elmpt, einem Ortsteil von Niederkrüchten, vorläufig auf Eis gelegt. Ursprünglich wollte das Unternehmen das Projekt ohne öffentliche Förderung oder größere administrative Unterstützung vorantreiben. Die Entscheidung folgt einer aktuellen Überprüfung der wirtschaftlichen Machbarkeit.
Anfang 2025 hatte Deutsche Glasfaser in Elmpt das Nachfragebündelungsverfahren abgeschlossen. Das Unternehmen hatte genug Kundenverträge gesichert, um einen kommerziellen Ausbau zu rechtfertigen. Lokale Vertreter und Ehrenamtliche hatten sich für die Erweiterung eingesetzt, in der Hoffnung, die Internetversorgung in der Region zu verbessern.
Doch weitere Analysen deckten erhebliche finanzielle Hindernisse auf. Steigende Kosten und Ressourcenengpässe bei deutschen Netzbetreibern wurden als Hauptgründe genannt. Frank Kriegers, der zuvor Infrastrukturprojekte für die Gemeinde begleitet hatte, führte die Kehrtwende auf diese branchenweiten Herausforderungen zurück.
In der Folge kündigte Deutsche Glasfaser an, Niederkrüchten bis mindestens Ende 2027 von seinen Ausbauplänen auszuschließen. Die Gemeinde verwies Bürger mit Fragen direkt an das Unternehmen.
Die Pause bedeutet, dass Elmpt vorerst keine neue Glasfaserinfrastruktur erhält. Aktuell verfügen bereits rund 96 Prozent der Haushalte in Niederkrüchten über einen Internetanschluss mit bis zu 1.000 Mbit/s. Über 98 Prozent können Geschwindigkeiten von mindestens 100 Mbit/s nutzen.
