David Sedaris über Ehe, Alltagsrituale und sein neues Buch "Das Land und seine Leute"
Samira StriebitzDavid Sedaris über Ehe, Alltagsrituale und sein neues Buch "Das Land und seine Leute"
David Sedaris erzählt seit den 1990er-Jahren in Hörfunkbeiträgen und schriftlichen Veröffentlichungen Geschichten aus seinem Leben. Seine neueste Essaysammlung „Das Land und seine Leute“ führt diese Tradition des persönlichen Erzählens fort. In einem jüngst geführten Gespräch mit Rachel Martin blickt er auf seine Ehe mit Hugh Hamrick und ihr gemeinsames Leben zurück.
Häufig schöpft Sedaris Inspiration aus den Beziehungen zu seinen Geschwistern oder Begegnungen mit Fremden – Erlebnisse, die den Kern vieler seiner Essays bilden.
Zu Hause pflegen die beiden das Ritual, gemeinsam am Tisch zu essen. Eine Ausnahme bilden lediglich die Academy Awards, an denen sie sich vor dem Fernseher mit TV-Dinnern niederlassen. Hugh Hamrick legt großen Wert auf ein herzliches und sinnstiftendes Zuhause: Er verbringt stundenlang in der Küche, um aufwendige Menüs zuzubereiten oder Kekse zu backen, und dekoriert mit Hingabe den Weihnachtsbaum.
Während Sedaris actionreiche Filme bevorzugt, zieht Hamrick sanfte, gewaltfreie Unterhaltung vor. Zu seinen Gewohnheiten gehört das Hören von „The Archers“, einer langjährigen britischen Hörfunk-Seifenoper. Der Klang der Sendung aus der Küche vermittelt Sedaris ein Gefühl von Geborgenheit – er fühlt sich dann glücklich und zu Hause.
Die gemeinsamen Routinen und Traditionen prägen den Alltag des Paares. Sedaris’ Schriften spiegeln diese privaten Momente wider und geben den Leserinnen und Lesern Einblick in seine Welt. Sein neues Buch „Das Land und seine Leute“ fügt seinem markanten Erzählstil eine weitere Facette hinzu.






