23 March 2026, 19:10

Cyberangriff legt Stadtwerke Detmold lahm – IT-Systeme seit Tagen offline

Plakat mit "Nationaler Cyber-Range" in fetter weißer Schrift auf blauem Hintergrund, das eine mit mehreren Computern verbundene Weltkugel zeigt.

Cyberangriff legt Stadtwerke Detmold lahm – IT-Systeme seit Tagen offline

Stadtwerke Detmold von schwerem Cyberangriff betroffen – Systeme seit Montag lahmgelegt

Seit Montag sind die Stadtwerke Detmold Opfer eines massiven Cyberangriffs, der ihre IT-Systeme komplett offline genommen hat. Auch mehr als zwölf Stunden nach dem Vorfall bleibt das Unternehmen unerreichbar: E-Mails gehen nicht durch, Telefonleitungen sind tot. Mittlerweile haben die Behörden Ermittlungen eingeleitet.

Der Angriff hat zentrale Dienstleistungen lahmgelegt, darunter die Online-Erfassung von Zählerständen und den Kundenservice. Selbst die Haupt-Hotline ist weiterhin nicht erreichbar, was die Kommunikation für die Bürger stark einschränkt. Auf der Startseite des Unternehmens findet sich lediglich ein knapper Hinweis auf eine IT-Störung – weitere Erklärungen fehlen.

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Wie die Ermittler feststellten, war die IT-Infrastruktur des Versorgers bereits lange vor dem Angriff mangelhaft gesichert. Veraltete Systeme wie Windows Server 2003 R2 und PHP 5.4 wiesen bekannte Sicherheitslücken auf, darunter ungeschlossene Schwachstellen wie CVE-2010-2730. Zudem waren Admin-Oberflächen monatelang – etwa ein halbes Jahr – mit Standard-Zugangsdaten ungeschützt im Netz einsehbar und damit ein leichtes Ziel für Angreifer.

Die Landespolizei (LKA) prüft nun, ob Kundendaten abflossen. Trotz der massiven Störungen bestätigte der WDR, dass die grundlegende Versorgung mit Trinkwasser, Strom, Gas und Wärme nicht beeinträchtigt ist.

Wann die Dienste wieder voll funktionsfähig sind, bleibt unklar – das Unternehmen arbeitet unter Hochdruck an der Wiederherstellung. Kunden haben weiterhin keinen Zugang zu Online-Tools oder telefonischer Unterstützung. Noch ist ungewiss, wie groß die Folgen des Angriffs sind und wie lange die Aufräumarbeiten dauern werden.

Quelle