Bürgerprotest gegen Hochgeschwindigkeitsstrecken: 38.000 fordern Bahn-Revolution
Liliana TrappBürgerprotest gegen Hochgeschwindigkeitsstrecken: 38.000 fordern Bahn-Revolution
Eine Petition gegen geplante Hochgeschwindigkeitsbahn-Projekte in Deutschland hat beträchtliche Unterstützung erhalten. Über 38.000 Menschen haben das Dokument unterzeichnet und fordern eine Überarbeitung des deutschen Fahrplans im Schienenverkehr. Die Kampagne richtet sich gegen neue Strecken wie die geplante Verbindung zwischen Hannover und Bielefeld.
Die unter dem Titel „Deutschlands Fahrplan überdenken“ gestartete Petition wurde von der Bürgerinitiative Widuland, dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband und lokalen Frauenverbänden in Ostwestfalen ins Leben gerufen. Innerhalb von nur sechs Wochen sammelte sie bundesweit 31.000 Unterschriften auf Papier sowie 6.600 Online-Unterstützungen.
Die Unterzeichner argumentieren, dass der Ausbau des bestehenden Schienennetzes klimafreundlicher und kostengünstiger sei als der Bau neuer Hochgeschwindigkeitsstrecken. Sie fordern eine Neuausrichtung der deutschen Bahnplanung – darunter den Verzicht auf neue Hochgeschwindigkeitsrouten und eine Senkung der Höchstgeschwindigkeiten.
Die geplante Neubaustrecke zwischen Hannover und Bielefeld soll die Reisezeit von 48 auf 31 Minuten verkürzen. Für die genaue Trassenführung wurden zwölf verschiedene Korridore vorgeschlagen. Zusätzliche Gleise würden Züge auf diesem Abschnitt mit bis zu 300 km/h fahren lassen.
Nach mehreren Monaten wird sich der Petitionsausschuss in Berlin mit der Angelegenheit befassen und sie auf die Tagesordnung setzen. Die Petition unterstreicht die wachsende öffentliche Sorge über die Kosten und ökologischen Folgen neuer Bahnprojekte. Der Ausschuss wird nun die Forderungen prüfen, zu denen der Stopp von Hochgeschwindigkeitsvorhaben und die Priorisierung von Netzmodernisierungen gehören. Die Debatte über die Zukunft der Bahn in Deutschland wird in den kommenden Monaten weitergehen.






