Bottrop prüft alle Kreuzungen nach tödlichem Unfall in Warendorf
Die Stadt Bottrop hat eine umfassende Überprüfung aller ihrer Kreuzungen und Einmündungen eingeleitet. Ziel ist es, die Einhaltung der nationalen Vorschriften zu Sichtdreiecken sicherzustellen. Anlass ist ein tödlicher Unfall in Warendorf, bei dem schlechte Sichtverhältnisse eine Rolle spielten.
Das Tiefbauamt prüft derzeit jede Kreuzung auf freie Sichtachsen. Dabei werden Hindernisse wie Bäume, Sträucher, Hecken oder parkende Fahrzeuge erfasst. Die Arbeiten orientieren sich an den deutschen Richtlinien für den Straßenbau (RAS), die je nach zulässiger Höchstgeschwindigkeit Mindestanforderungen an die Sichtverhältnisse definieren.
Bei höheren Geschwindigkeiten müssen die Sichtfelder länger sein, um ein sicheres Einfahren aus untergeordneten Straßen zu ermöglichen. Werden Mängel festgestellt, ist die Stadt zum Handeln verpflichtet. Mögliche Maßnahmen reichen von baulichen Änderungen über die Aufstellung von Pollern bis hin zur Einrichtung von Halteverboten.
Die Priorisierung der Kreuzungen erfolgt nach Verkehrsaufkommen und Unfallhäufigkeit. Nach der Scharnhölzstraße stehen als nächste Projekte die Horster Straße und die Aegidistraße an, für die demnächst Ausschreibungen erfolgen sollen.
An neuralgischen Punkten entstehen künftig Sichtdreiecke, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Die Maßnahmen sollen Unfälle verhindern, indem sie Autofahrern uneingeschränkte Sicht gewährleisten. Die Überprüfung ist Teil einer größeren Initiative, um Bottrops Straßen an die bundesweiten Standards anzupassen.






