Bochumer Forscher revolutionieren grüne Wasserstoffproduktion mit Kreislaufwirtschaft
Torsten BenderBochumer Forscher revolutionieren grüne Wasserstoffproduktion mit Kreislaufwirtschaft
Ruhr-Universität Bochum leitet neues Forschungsprojekt für nachhaltigere Wasserstoffproduktion
Die Ruhr-Universität Bochum übernimmt die Federführung bei einem neuen Forschungsvorhaben, das die Wasserstoffherstellung umweltfreundlicher gestalten soll. Unter dem Namen CircuPEM steht im Mittelpunkt des Projekts die Verringerung des Bedarfs an teuren und knappen Rohstoffen in Protonenaustauschmembran-Elektrolyseuren (PEM-Elektrolyseuren) – Schlüsseltechnologien für die Erzeugung von grünem Wasserstoff.
Das Vorhaben ist Teil des Innovationswettbewerbs GreenEconomy.IN.NRW, der vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der Europäischen Union gefördert wird. Mit einem Budget von rund 2,9 Millionen Euro – bereitgestellt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) – ist eine Laufzeit von drei Jahren vorgesehen.
An CircuPEM beteiligen sich mehrere Partner, darunter das Heinz Nixdorf Institut (HNI) der Universität Paderborn, das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT), die Direct Matter GmbH sowie die Heraeus Precious Metals GmbH & Co. KG. Ihr Ziel ist es, PEM-Elektrolyseure in eine Kreislaufwirtschaft zu integrieren, um kritische Materialien wiederzuverwerten statt sie zu entsorgen.
Die Forschung gliedert sich in drei Phasen: zunächst eine Analyse des aktuellen Materialeinsatzes, gefolgt von der Entwicklung und Erprobung neuer Lösungen und schließlich der Erarbeitung praxisnaher Handlungsempfehlungen. Wie Julia Marie Vehmeyer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am HNI, betont, sind die derzeit verwendeten Rohstoffe nicht nur mit hohen Kosten verbunden, sondern bergen auch Versorgungsrisiken.
Gelingt das Projekt, könnte CircuPEM die Wasserstoffproduktion kostengünstiger und umweltschonender machen. Die Ergebnisse könnten Unternehmen helfen, ihre Abhängigkeit von knappen Ressourcen zu verringern und gleichzeitig den Ausbau der grünen Wasserstofftechnologie vorantreiben. Mit konkreten Ergebnissen wird in den nächsten drei Jahren gerechnet.






