Bochum plant neue Taxi-Preisregeln – aber ohne Uber-Mindesttarife wie in Essen
Liliana TrappBochum plant neue Taxi-Preisregeln – aber ohne Uber-Mindesttarife wie in Essen
Bochum prüft Taxi-Preisregeln – Reaktion auf Konkurrenz durch Fahrdienstvermittler wie Uber
Die Stadt Bochum überarbeitet ihre Vorschriften für Taxipreise, um auf die wachsende Konkurrenz durch Fahrdienstvermittler wie Uber zu reagieren. Dazu wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben, das ein neues Preismodell untersuchen soll. Die Ergebnisse werden nach der Sommerpause erwartet. Anders als im benachbarten Essen setzt die Stadtverwaltung nicht auf höhere Mindestpreise für App-Anbieter, sondern erwägt flexible Tarife.
Die Debatte in Bochum folgt auf den umstrittenen Beschluss Essens im Juli 2024, wonach für Uber und ähnliche Dienste Mindestpreise eingeführt wurden. Dort hatte die von der SPD geführte Verwaltung – unterstützt von Grünen und Die Linke – auf mehr Wettbewerbsgerechtigkeit mit den klassischen Taxis gedrängt. CDU und FDP warnten jedoch, höhere Preise könnten Kunden belasten und Innovationen hemmen.
In Bochum schlägt die FDP vor, Taxiunternehmen sollten niedrigere Preise anbieten und mit Fahrgästen vor Fahrtantritt Festpreise vereinbaren dürfen – ähnlich wie bei Uber. Die Stadtverwaltung zeigt sich offen für eine Anpassung der Regelungen, eine endgültige Entscheidung wird aber erst zum Spätsommer erwartet.
Das derzeit erstellte Gutachten soll die Grundlage für das neue Preismodell bilden. Im Gegensatz zu Essen plant Bochum voraussichtlich keine höheren Mindesttarife für Fahrdienst-Apps.
Eine Entscheidung über die überarbeiteten Taxipreise in Bochum wird bis zum Spätsommer erwartet. Die Stadt strebt einen Ausgleich zwischen traditionellen Taxis und Fahrdienstvermittlern an – ohne die Preise für App-Nutzer zu erhöhen. Ausschlaggebend werden die Ergebnisse des beauftragten Gutachtens sein.






