30 March 2026, 14:37

Berliner Initiative "Noch eins!" sammelt Extra-Lebensmittel für Bedürftige in Supermärkten

Orangene Schränke mit Lebensmittelspenden gefüllt, darunter Flaschen, Dosen und Kartons, mit Informationsschildern in der Nähe und einem Blick durch Glasfenster auf Fahrzeuge, Bäume, Gebäude und Himmel.

Berliner Initiative "Noch eins!" sammelt Extra-Lebensmittel für Bedürftige in Supermärkten

Lokale Initiative in Berlin bittet Kund:innen, ein Extra-Produkt für Bedürftige mitzunehmen

In Berlin ruft eine lokale Aktion Kund:innen dazu auf, beim Einkauf ein zusätzliches Produkt für Menschen in Not zu spenden. Ehrenamtliche wie Anne, Uschi und Marianne sammeln in Neuköllner Supermärkten Spenden für die Berliner Tafeln – die mittlerweile fast doppelt so viele Menschen unterstützen wie vor der Pandemie.

Die Kampagne "Noch eins!" ("One More!" ) läuft noch bis zum 4. April 2026 in 15 Filialen von Edeka, Rewe und Kaufland. Einkaufende werden aufgefordert, ein weiteres Produkt – etwa Kaffee oder Schokolade – mitzunehmen und es den Freiwilligen an der Kasse zu überlassen. Besonders willkommen sind solche Spenden zu Festtagen wie Ostern, Erntedank und Weihnachten.

Die Berliner Tafel versorgt monatlich rund 94.000 Menschen über 48 Ausgabestellen. Die Organisation verteilt 660 Tonnen Lebensmittel, organisiert von einem Logistikzentrum aus und mit 25 Lieferfahrzeugen. Viele Empfänger:innen, darunter ältere Menschen, haben aufgrund von gesundheitlichen Problemen Schwierigkeiten mit bestimmten Nahrungsmitteln, wie die Ehrenamtliche Uschi erklärt.

Bundesweit gibt es über 970 Tafel-Standorte mit mehr als 2.000 Ausgabestellen. Seit 1993 ist die Zahl auf fast 1.000 unabhängige Tafeln angewachsen, die jährlich 1,6 bis 2 Millionen Menschen unterstützen. Der Bedarf ist seit der Pandemie, dem Krieg in der Ukraine und der steigenden Inflation stark gestiegen.

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Auch in der Edeka-Filiale an der Karl-Marx-Straße 101 gehen regelmäßig Spenden ein – obwohl das Viertel nicht wohlhabend ist. Die 33-jährige Anne engagiert sich donnerstags ehrenamtlich, während sie beim KaDeWe arbeitet. Gemeinsam mit anderen sortiert sie die Sachspenden, um sicherzustellen, dass Familien das Nötigste erhalten.

Die Kampagne bietet zusätzliche Unterstützung in festlichen Zeiten, wenn die Nachfrage besonders hoch ist. Angesichts der wachsenden Abhängigkeit von Tafeln helfen Initiativen wie "Noch eins!" , die Lücken zu schließen. Die Spenden aus den Supermärkten kommen direkt Berliner Obdachlosenunterkünften und Suppenküchen zugute.

Quelle