15 May 2026, 22:37

Bergisch Gladbach will die Strunde auf dem Zanders-Gelände renaturieren und beantragt Bundesförderung

Ein Fluss fließt durch eine städtische Gegend mit hohen Gebäuden, umgeben von grünem Gras, Bäumen und Laternenmasten, mit einer Brücke darüber; Hügel und ein klarer blauer Himmel sind im Hintergrund zu sehen.

Bergisch Gladbach will die Strunde auf dem Zanders-Gelände renaturieren und beantragt Bundesförderung

Bergisch Gladbach treibt die Pläne zur Renaturierung der Strunde auf dem ehemaligen Industriegelände von Zanders voran. Der Stadtrat hat beschlossen, Bundesfördermittel für das Vorhaben zu beantragen, das darauf abzielt, den Fluss in seinen natürlichen Zustand zurückzuführen und die Landschaft des Gebiets neu zu gestalten. Bei einer Bewilligung könnte das Projekt das Erscheinungsbild des Areals grundlegend verändern und die Klimaresilienz der Region stärken.

Der Stadtrat stimmte kürzlich dafür, dem Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ beizutreten. Dieser Schritt ermöglicht es Bergisch Gladbach, finanzielle Unterstützung für die Freilegung und Renaturierung der Strunde zu beantragen – ein Fluss, der derzeit unter dem Zanders-Gelände verborgen liegt. Die Kosten des Projekts werden auf etwa 6,75 Millionen Euro geschätzt, wobei bis zu 80 Prozent – rund 5,4 Millionen Euro – durch Bundesmittel gedeckt werden könnten. Den verbleibenden Anteil würde die Stadt aus ihren eigenen Rücklagen bestreiten.

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Lokale Politiker unterstützen die Initiative nachdrücklich. Theresia Meinhardt, Vorsitzende der Grünen-Fraktion, betonte, dass die Wiederbelebung der Strunde dem Gelände eine neue Identität verleihen würde. Andreas Ebert, der stadtentwicklungspolitische Sprecher der SPD, äußerte die Hoffnung, dass der Haushaltsausschuss des Bundestags die Förderung freigeben werde. Gleichzeitig forderte der SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus W. Waldschmidt die lokale Bundestagsabgeordnete Caroline Bosbach auf, sich in Berlin für das Projekt einzusetzen.

Als nächster Schritt wird Bergisch Gladbach offiziell sein Interesse an der Förderung bei der Bundesregierung anmelden. Eine endgültige Entscheidung über die Mittelvergabe steht jedoch erst für das vierte Quartal 2026 an, wenn der Haushaltsausschuss die zu unterstützenden Projekte auswählt.

Die Zukunft der Strunde hängt von der Zustimmung des Bundes ab – der Bundestag hat das letzte Wort. Bei Erfolg könnte das Vorhaben Millionenförderung erhalten und einen zentralen Teil des städtischen Gefüges von Bergisch Gladbach neu prägen. Nun wartet die Stadt auf den Beschluss des Haushaltsausschusses, der für das vierte Quartal 2026 erwartet wird.

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