07 May 2026, 02:27

Babyboomer droht Altersarmut: Millionen kämpfen mit niedrigen Renten und hohen Mieten

Balkendiagramm, das Armutsquoten nach Alter und Geschlecht im Jahr 2012 zeigt, mit Abschnitten, die verschiedene Altersgruppen und ihre jeweiligen Armutsprozentsätze darstellen.

Babyboomer droht Altersarmut: Millionen kämpfen mit niedrigen Renten und hohen Mieten

Eine neue Studie warnt, dass Millionen Angehörige der Babyboomer-Generation in Deutschland im Rentenalter von finanziellen Schwierigkeiten betroffen sein könnten. Die Erkenntnisse des Pestel-Instituts deuten darauf hin, dass viele mit niedrigen Renten und steigenden Mieten zu kämpfen haben werden. Gewerkschaftsführer fordern nun dringende Maßnahmen, um die Wohnungsarmut unter älteren Bürgern zu bekämpfen.

Die Gewerkschaft IG Bau hatte das Pestel-Institut beauftragt, die Auswirkungen des Renteneintritts der Babyboomer zu analysieren. Der Bericht zeigt, dass etwa 5,1 Millionen Menschen dieser Generation – rund 40 Prozent der bis 2036 in Rente gehenden Jahrgänge – weniger als 800 Euro monatlich aus der gesetzlichen Rente erhalten werden. Allein in Nordrhein-Westfalen könnte innerhalb des nächsten Jahrzehnts über eine Million Menschen von Wohnungsarmut betroffen sein.

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Hohe Mieten werden voraussichtlich viele in finanzielle Not treiben. Bereits jetzt sind bundesweit mehr als 760.000 Rentner auf Grundsicherungsleistungen angewiesen – ein Anstieg von 2,5 Prozent im Jahr 2010 auf 4,3 Prozent heute.

Robert Feiger, Vorsitzender der IG Bau, bezeichnet bezahlbaren Wohnraum als „das soziale Thema Nummer eins“. Er argumentiert, dass ein Ausbau des Wohnungsangebots nicht nur Armut verringern, sondern auch das Wirtschaftswachstum ankurbeln würde. Sein Appell erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Ampelkoalition unter Druck gerät, die eskalierende Krise anzugehen.

Der Bericht unterstreicht eine drohende Herausforderung für Rentner und Politiker gleichermaßen. Ohne Gegenmaßnahmen könnten steigende Mieten und niedrige Renten Millionen älterer Menschen in Deutschland daran hindern, sich stabiles Wohnen leisten zu können. Die Forderung der Gewerkschaft nach mehr Neubau zielt darauf ab, weitverbreitete Not in den kommenden Jahren zu verhindern.

Quelle