07 April 2026, 18:46

Arbeitgeber fordern radikale Reformen im Gesundheitssystem – oder die Beiträge explodieren

Plakat mit dem Text "Beende den Job: Gesundheit sollte ein Recht sein, nicht ein Privileg" und einer Karte mit der Aufschrift "Mache niedrigere Gesundheitsprämien permanent und schließe die Versorgungslücke für amerikanische Familien."

Arbeitgeber fordern radikale Reformen im Gesundheitssystem – oder die Beiträge explodieren

Arbeitgeber in Nordrhein-Westfalen drängen auf grundlegende Reformen des Gesundheitssystems

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Johannes Pöttering, Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes Nordrhein-Westfalen, warnt, dass ohne Gegenmaßnahmen die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung auf bis zu 20 Prozent steigen könnten. Zu seinen Vorschlägen gehören die Wiedereinführung von Praxisgebühren für Arztbesuche sowie eine Erhöhung der Zuzahlungen für Medikamente.

Pöttering betonte, das System müsse stärker auf Eigenverantwortung setzen. Er fordert die Rückkehr zur 10-Euro-Praxisgebühr beim Hausarzt – eine Abgabe, die vor Jahren abgeschafft wurde. Zudem sollen Patienten künftig mehr für Rezeptgebühren zahlen: Die Zuzahlungen, die derzeit zwischen 5 und 10 Euro liegen, könnten laut einer Studie der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) inflationsbereinigt bis 2025 auf 7,50 bis 15 Euro steigen.

Darüber hinaus schlägt Pöttering vor, die beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnern abzuschaffen – mit Ausnahme des Elterngeldbezugs. Ohne solche Reformen, so seine Warnung, könnte die gesamte Sozialabgabenlast innerhalb eines Jahrzehnts fast 50 Prozent erreichen. Die Pläne zielen darauf ab, die explodierenden Kosten zu bremsen und die Belastung für Arbeitgeber wie Arbeitnehmer zu verringern.

Die Forderungen des Arbeitgeberverbandes kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Krankenkassenbeiträge bereits kontinuierlich steigen. Pöttering unterstrich, dass jetzt entschlossen gehandelt werden müsse, um noch stärkere Beitragserhöhungen in der Zukunft zu verhindern. Die Arbeitgeberverbände argumentieren, dass höhere Gebühren und strengere Zuzahlungsregeln das System stabilisieren würden. Sollten keine Änderungen vorgenommen werden, drohten demnach deutliche Steigerungen sowohl bei den Krankenkassenbeiträgen als auch bei den gesamten Sozialabgaben. Die Debatte über die Reformvorschläge wird in den kommenden Monaten voraussichtlich an Fahrt aufnehmen.

Quelle