Apotheker fordert radikale Entlastung: Bürokratieabbau statt Papierkram in deutschen Apotheken
Liliana TrappApotheker fordert radikale Entlastung: Bürokratieabbau statt Papierkram in deutschen Apotheken
David Kudlek, Inhaber der Klingelholl-Apotheke in Wuppertal, hat Vorschläge unterbreitet, um die Arbeitsbelastung in deutschen Apotheken zu verringern. Im Mittelpunkt seiner Ideen stehen der Abbau überflüssiger Kontrollen und bürokratischer Hürden bei Rohstoffen und Tierarzneimitteln. Ziel ist es, den Mitarbeitenden mehr Zeit für wichtigere Aufgaben zu verschaffen.
Kudlek plädiert dafür, die Pflicht zur Identitätsprüfung von Rohstoffen in der Rezepturherstellung abzuschaffen. Stattdessen schlägt er vor, Wirkstoffe mit einem Analysezertifikat ohne weitere Prüfung zu akzeptieren – während nicht zertifizierte Substanzen weiterhin kontrolliert werden. Diese Änderung könnte allein bundesweit Tausende Arbeitsstunden in den über 16.000 Apotheken Deutschlands einsparen.
Zudem fordert er, die Dokumentationspflichten für Tierarzneimittel zu streichen. Ein weiterer Vorschlag zielt auf die Vereinheitlichung der Regeln zur Temperaturprotokollierung ab, um widersprüchliche Vorgaben zu reduzieren. Wie Kudlek betont, summieren sich viele kleine Verpflichtungen zu einem unnötigen Druck auf das Apothekenpersonal.
Seine Ideen richten sich gegen langjährige Verwaltungsaufgaben, die Zeit für die Patientenversorgung kosten. Durch die Vereinfachung dieser Prozesse könnten Apotheken nach Kudleks Überzeugung effizienter arbeiten. Die vorgeschlagenen Reformen würden den Papierkram verringern und den Arbeitsalltag entlasten – die gewonnene Zeit ließe sich in andere wichtige Dienstleistungen investieren. Kudleks Plan unterstreicht die Notwendigkeit praxisnaher Anpassungen in der Apothekenregulierung.






