27 April 2026, 14:35

Aldi Süd streicht 1.250 Jobs – Digitalabteilung besonders betroffen

Eine Liniendiagramm auf einem weißen Hintergrund mit der überschrift "Die Vorteile der erhöhten Produktivität über die letzten 35 Jahre sind nicht an die Mittelschicht gegangen", das die Produktivitätszunahme über die letzten 35 Jahre zeigt, ohne dass die Mittelschicht davon profitiert.

Aldi Süd streicht 1.250 Jobs – Digitalabteilung besonders betroffen

Aldi Süd streicht 1.250 Stellen am Hauptsitz in Mülheim an der Ruhr

Die Kürzungen betreffen vor allem den Digitalbereich Aldi DX, wo über 1.000 Arbeitsplätze wegfallen. Das Unternehmen bestätigte, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen geben werde.

Die IT-Abteilung des Handelskonzerns zählte einst mehr als 4.000 Mitarbeiter auf ihrem Höhepunkt. Im November 2024 hatte Aldi Süd Aldi DX als eigenständige Tochtergesellschaft gegründet. Ziel war der Aufbau eines standardisierten, globalen IT-Systems unter dem Projektnamen "AHEAD".

Die Stellenstreichungen beschränken sich nicht auf Aldi DX. Auch bei Aldi International Services, der in Salzburg ansässigen Einkaufsabteilung der Gruppe, wird es Kürzungen geben. Diese Sparte übernimmt grenzüberschreitende Funktionen für den gesamten Konzern.

Im November 2025 kündigte Aldi Süd eine deutliche Ausweitung der Zusammenarbeit mit Tata Consultancy Services an. Der indische IT-Dienstleister wird künftig größere Teile der Technologieoperationen von Aldi übernehmen. Ziel ist es, Prozesse zu verschlanken, die Effizienz zu steigern und schneller auf Marktveränderungen reagieren zu können.

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Betroffene Mitarbeiter erhalten Abfindungen. Zwangskündigungen schloss das Unternehmen aus und setzt stattdessen auf freiwillige Abgänge. Künftige IT-Projekte sollen mit weniger eigenem Personal umgesetzt werden, während mehr Aufgaben an externe Partner ausgelagert werden.

Die Umstrukturierung markiert einen Wandel in der Technologiestrategie von Aldi Süd: Weniger interne Teams werden die IT steuern, während externe Dienstleister eine größere Rolle übernehmen. Die Neuausrichtung folgt auf Jahre des Ausbaus in den Digital- und Einkaufsbereichen des Handelsunternehmens.

Quelle