250 Frauen fordern Zehn-Punkte-Plan gegen männliche Gewalt und digitale Übergriffe
Torsten Bender250 Frauen fordern Zehn-Punkte-Plan gegen männliche Gewalt und digitale Übergriffe
Eine Gruppe von 250 prominenten Frauen in Deutschland hat eine Zehn-Punkte-Initiative gestartet, um männliche Gewalt zu bekämpfen. Das Bündnis umfasst Politikerinnen, Aktivistinnen und Prominente, die sich für dringende Rechtsreformen einsetzen. Ihre Forderungen reichen von strengeren Strafgesetzen über digitalen Schutz bis hin zu klareren Definitionen sexueller Straftaten.
Zu den Unterzeichnerinnen gehören bekannte Namen wie die SPD-Vorsitzende Bärbel Bas, die Grünen-Co-Vorsitzende Franziska Brantner sowie Persönlichkeiten aus der Öffentlichkeit wie Carolin Kebekus, Veronica Ferres, Nina Chuba und Luisa Neubauer. Ihr Plan sieht tiefgreifende Veränderungen vor, wie Deutschland mit Gewalt gegen Frauen und digitaler Misshandlung umgeht.
Zu den zentralen Vorschlägen gehört die Strafbarkeit nicht einvernehmlicher, sexualisierter Deepfake-Inhalte. Die Gruppe fordert zudem ein Verbot von "Nacktbild-Apps", die mithilfe von KI Menschen auf Fotos ohne deren Zustimmung entkleiden. Eine weitere Forderung ist die Einführung von "Femizid" als eigenständigen Straftatbestand im deutschen Strafgesetzbuch.
Das Bündnis drängt außerdem auf die Übernahme eines "Ja-heißt-Ja"-Modells im Sexualstrafrecht. Damit würde nur eine klare, freiwillige Zustimmung als Einwilligung gelten. Zudem setzen sie sich für ein Digital-Schutzgesetz ein, das sicherstellt, dass schädliche Inhalte schnell entfernt und Täter identifiziert werden.
Bis Ende 2023 sind keine konkreten rechtlichen oder politischen Maßnahmen der Bundesregierung als Reaktion auf diese Forderungen in zugänglichen Quellen dokumentiert.
Die Initiative unterstreicht den wachsenden Druck für Rechtsreformen, um männliche Gewalt und digitale Übergriffe zu bekämpfen. Der Zehn-Punkte-Plan benennt konkrete Schritte, doch seine Wirkung hängt von politischem Handeln ab. Bislang bleiben die Vorschläge ein Appell für Veränderung – noch nicht umgesetzte Politik.






